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Polizeigewerkschaft warnt "Man muss mit Anschlägen rechnen"


Der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Konrad Freiberg, nimmt die aktuellen Warnungen vor Terroranschlägen in Deutschland sehr ernst. "Man muss mit Anschlägen rechnen", sagte Freiberg der "Passauer Neuen Presse" vom Dienstag.

Der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Konrad Freiberg, nimmt die aktuellen Warnungen vor Terroranschlägen in Deutschland sehr ernst. "Man muss mit Anschlägen rechnen", sagte Freiberg der "Passauer Neuen Presse" vom Dienstag. Er verwies darauf, dass die Reisen von Islamisten aus Deutschland in Ausbildungslager in der afghanisch-pakistanischen Grenzregion stark zugenommen hätten. Ein großer Teil sei auch zurückgekehrt und lebe jetzt hier, sagte Freiberg. "Das ist eine große Gefahr für uns."

Der GdP-Vorsitzende sagte, dass in Deutschland derzeit rund 40 Menschen lebten, die sich in Terrorlagern aufgehalten hätten. Diese hätten Kampferfahrung, seien radikalisiert und wollten auch Anschläge ausführen. Die Polizei sei nicht in der Lage, alle Gefährder zu überwachen. "Eine Rund-um-die-Uhr-Beobachtung ist aus Personalmangel nicht möglich", beklagte er. Daher könne die Polizei "immer nur hoffen, dass wir die Richtigen im Auge haben und Anschläge nicht von anderen kommen".

Vergangene Woche waren Geheimdiensthinweise publik geworden, wonach das Terrornetzwerk El Kaida Anschläge in Deutschland, Großbritannien und Frankreich plant. Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) hatte jedoch vor Panikmache gewarnt. Es lägen "gegenwärtig keine konkreten Hinweise auf unmittelbar bevorstehende Anschläge in Deutschland vor", sagte er am Montag in Berlin.

AFP AFP

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