Klarer Sieg für die CDU, Fiasko für die SPD: Bei der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz haben die Christdemokraten die Nase vorn. Erstmals nach fast 35 Jahren dürfte die Partei mit ihrem Spitzenkandidaten Gordon Schnieder nun den Ministerpräsidenten stellen. Die Sozialdemokraten von Amtsinhaber Alexander Schweitzer erleiden schwere Verluste, könnten aber in der künftigen Landesregierung Juniorpartner werden.
Die AfD kann ihren Stimmenanteil im Vergleich zur letzten Wahl 2021 mehr als verdoppeln – es ist ihr bestes Ergebnis in einem westdeutschen Bundesland. Die Grünen verlieren leicht. Die Freien Wähler verpassen den Wiedereinzug in den Landtag, die Linke scheitert ebenfalls. Auch die FDP, bisher Teil der Ampel-Regierung im Land, fliegt aus dem Parlament.
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Schweitzer in neuer Landesregierung nicht dabei
„Es muss jetzt deutliche Reaktionen geben, wenn man dem Niedergang der SPD nicht tatenlos zuschauen will. Wer in dieser Lage nicht bereit ist, grundlegend etwas zu verändern, ist selbst Teil des Problems.“Philipp Türmer
Schweitzer lässt persönliche Zukunft zunächst offen
Schweitzer: Wir werden starke Rolle spielen
„Und diese Stärke, die wir gezeigt haben, die wird auch dazu führen, dass wir als geschlossene Sozialdemokratie jetzt auch eine starke Rolle spielen, wenn es darum geht, eine Regierung der demokratischen Mitte in Rheinland-Pfalz anzubieten.“Alexander Schweitzer
„Ich glaube, dass auch den Kolleginnen und Kollegen der Sozialdemokratie klar ist, warum sie heute auch rund acht Prozent verloren haben und warum sie nicht mehr an der Spitze stehen.“Gordon Schnieder (CDU)
„Dass mein Bruder das geschafft hat, ist phänomenal“, sagt Patrick Schnieder im ZDF. Dass die CDU wohl wieder den Regierungschef stellen könnte, sei ein historisches Ereignis. „Ich habe einen fantastischen Wahlkampf erlebt“, sagt Schnieder. „Die CDU war geschlossen wie nie.“ Das Ergebnis werde der Partei Schub geben. In der ARD sagt Schnieder, er sei „wahnsinnig stolz auf seinen Bruder“ und „wunschlos glücklich heute Abend“.
Hochrechnungen: CDU klarer Sieger vor SPD
Schnieder: „Die CDU Rheinland-Pfalz ist wieder da“
- SPD: 26,5 Prozent
- CDU: 30,5 Prozent
- Grüne: 8,3 Prozent
- AfD: 20,0 Prozent
- FDP: 2,0 Prozent
- Freie Wähler: 3,6 Prozent
- Linke: 4,5 Prozent
- Andere: 4,6 Prozent
Erste Hochrechnung: SPD mit historisch schlechtem Ergebnis
Die Hochrechnung laut ARD:
- SPD: 26,9
- CDU: 30,6
- Grüne: 7,7
- AfD: 20,0
- FDP: 2,1
- Freie Wähler: 3,9
- Linke: 4,4
- Andere: 4,4