Schleswig-Holstein Schwarz-gelbe Verhandlungen gehen heute in die nächste Runde


Die gestern unterbrochenen Koalitionsgespräche zwischen CDU und FDP in Schleswig-Holstein gehen heute in Kiel weiter. Begleitet von atmosphärischen Spannungen hatte die FDP die Verhandlungen gestern im Streit um die künftige Ressortverteilung unterbrochen und vertagt.

Die gestern unterbrochenen Koalitionsgespräche zwischen CDU und FDP in Schleswig-Holstein gehen heute in Kiel weiter. Am Nachmittag trifft sich die fünfköpfige Steuerungsgruppe um die Landesvorsitzenden beider Parteien, Ministerpräsident Peter Harry Carstensen (CDU) und Jürgen Koppelin (FDP). Begleitet von atmosphärischen Spannungen hatte die FDP die Verhandlungen gestern im Streit um die künftige Ressortverteilung unterbrochen und vertagt. Dennoch hält Carstensen den Erfolg der Gespräche nicht für gefährdet. «Ich sehe keine Dramatik», sagte der Regierungschef der Deutschen Presse-Agentur dpa.

Im Konflikt um die Frage, ob die FDP in der neuen Regierung zwei oder drei Ministerien führen wird, hatten die Liberalen gestern die Verhandlungen unterbrochen. Sie warfen der CDU «Machtspielchen» vor und forderten Verhandlungen auf Augenhöhe. Fraktionschef Christian von Boetticher hatte der FDP deutlich gemacht, dass die CDU ihr nur zwei Ministerien zubilligen wolle und nicht die geforderten drei Ressorts. Ministerpräsident Carstensen sagte der dpa: «Wir spielen keine Macht aus. Das ist nicht meine Art, das ist nicht unsere Art.»

Die Koalitionsverhandlungen sollen trotz der Unterbrechung an diesem Sonnabend abgeschlossen werden. CDU und FDP wollen Carstensen am 27. Oktober erneut zum Ministerpräsidenten wählen. Wann er sein schwarz-gelbes Kabinett vorstellen wird, ist noch offen.

DPA DPA

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