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Verkehrsministerkonferenz: Schwarzfahren soll teurer werden

Wer sich beim Schwarzfahren erwischen lässt, soll künftig 60 statt bisher 40 Euro zahlen. Mit den zusätzlichen Einnahmen durch das Bußgeld soll ein Teil der Fahrkartenkontrollen finanziert werden.

"Schwarzfahren kostet 40 Euro" - und könnte bald noch teurer werden. Die Verkehrsministerkonferenz plant eine Erhöhung des Bußgeldes auf 60 Euro.

"Schwarzfahren kostet 40 Euro" - und könnte bald noch teurer werden. Die Verkehrsministerkonferenz plant eine Erhöhung des Bußgeldes auf 60 Euro.

Schwarzfahrer sollen vom kommenden Jahr an mit einem deutlich höheren Bußgeld belangt werden. Angesichts entgehender Einnahmen von schätzungsweise 250 Millionen Euro im Jahr sei eine Bußgeld-Anhebung von 40 auf 60 Euro angemessen, sagte der Vorsitzende der Verkehrsministerkonferenz, Schleswig-Holsteins Ressortchef Reinhard Meyer (SPD), am Dienstag. "Andernfalls würden diese Kosten vollständig auf die Allgemeinheit in Form von höheren Fahrpreisen umgelegt werden." Zuvor hatte die "Saarbrücker Zeitung" (Dienstag) über den Vorstoß berichtet.

Das höhere Bußgeld soll einen Teil der Aufwendungen der Verkehrsunternehmen für Kontrollen ausgleichen. Die Verkehrsministerkonferenz hatte bereits im April 2013 einen einstimmigen Beschluss dazu gefasst. Nach Meyers Angaben hatte der Bund jedoch deutlich gemacht, dass er eine Initiative der Länder erwartet. Deshalb habe nun Bayern eine Bundesratsinitiative gestartet, sagte Meyer.

Ein Sprecher von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) sagte der Zeitung: "Wenn die Länder dem folgen und sich der Bundesrat für einen solchen Vorschlag entscheidet, werden wir uns dem nicht verschließen."

kup/DPA / DPA