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Sicherheit: ETA drohte deutschen Reiseveranstaltern

Die baskische Untergrundorganisation ETA hat in Drohbriefen an deutsche Reiseveranstalter Anschläge auf Urlaubsziele in Spanien angekündigt.

Die baskische Untergrundorganisation ETA hat in Drohbriefen an deutsche Reiseveranstalter Anschläge auf Urlaubsziele in Spanien angekündigt. "Wir haben am 6. Februar dieses Jahres wieder einmal einen Drohbrief der ETA bekommen", sagte der Sprecher der TUI, Mario Köpers, am Samstag auf der Tourismusmesse ITB in Berlin. "Nicht nur TUI, sondern auch andere Hotelbetreiber oder Reiseveranstalter, die in Spanien aktiv sind, bekommen allerdings seit Jahren solche ETA-Briefe", fügte er hinzu.

Keine konkrete Drohung

In den Briefen seien nie konkrete Anschläge angedroht worden. Es habe sich eher um allgemeine Drohungen gehandelt. Details wollte der Sprecher nicht nennen. Der Brief von Anfang Februar sei in einem Reisebüro eingegangen und an das Landeskriminalamt Niedersachsen weitergeleitet worden.

Das Magazin "Focus" hatte zuvor unter Berufung auf das Bundeskriminalamt (BKA) berichtet, ETA-Warnbriefe seien Anfang Februar bei Touristikunternehmen in Köln und Hannover eingegangen. Nach Einschätzung des BKA seien die Anschläge in Madrid womöglich erst der Anfang einer großen Offensive der ETA. Dem Magazin zufolge kündigte die Organisation in einem Strategiepapier Aktivitäten im "Bereich des Tourismus" an. Das BKA gehe von einer "hohen Gefahr" für deutsche Urlauber in Spanien aus.

Reisehinweise für Spanien erweitert

Das Auswärtige Amt hat unterdessen seine Reisehinweise zu Spanien geändert. Seit gestern Abend sind sie um einen Vermerk erweitert, wonach "Terroranschläge auch zukünftig nicht ausgeschlossen werden" können.