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Späteinsteiger Olaf Lies: Neuer Landesvorsitzender der niedersächsischen SPD

Als sozialdemokratisches Urgestein kann man den neuen Vorsitzenden der niedersächsischen SPD wahrlich nicht bezeichnen: Der 43-jährige Olaf Lies, den ein Parteitag in Stade am Samstag zum Chef des immerhin drittgrößten SPD-Landesverbandes kürte, gehört der traditionsreichen Sozialdemokratischen Partei Deutschlands erst seit acht Jahren an.

Als sozialdemokratisches Urgestein kann man den neuen Vorsitzenden der niedersächsischen SPD wahrlich nicht bezeichnen: Der 43-jährige Olaf Lies, den ein Parteitag in Stade am Samstag zum Chef des immerhin drittgrößten SPD-Landesverbandes kürte, gehört der traditionsreichen Sozialdemokratischen Partei Deutschlands erst seit acht Jahren an. Spät in die Politik eingestiegen hat der gelernte Elektroingenieur die SPD-Karriereleiter umso schneller erklettert.

Mit dem Parteieintritt übernahm Lies im Jahr 2002 das erste kommunalpolitische Mandat im Rat seiner Heimatgemeinde Sande bei Wilhelmshaven. In dem Kreis Friesland wurde er 2005 auch SPD-Unterbezirksvorsitzender. Vor zwei Jahren zog er in den Landtag in Hannover ein. Beruflich war er zuvor als wissenschaftlicher Mitarbeiter der Fachhochschule Oldenburg-Ostfriesland-Wilhelmshaven tätig. Dort war das ver.di-Mitglied zwischenzeitlich auch Vorsitzender des Personalrates.

Lies hatte in Stade keinen Gegenkandidaten. Mit einem Wahlergebnis von 91,1 Prozent ließ der SPD-Späteinsteiger auf Anhieb seinen Amtsvorgänger Garrelt Duin weit hinter sich. Der Ostfriese Duin, der vor vier Monaten seinen Rückzug als Landeschef angekündigt hatte, war 2008 zuletzt mit 75,9 Prozent im Amt bestätigt worden.

Lies versprach er in einer Kandidatenrede, hart und engagiert dafür zu arbeiten, dass die SPD nach der Niedersachsenwahl 2013 wieder die Regierung in Hannover stellt. Er versprach die Partei zu erneuern, für mehr innerparteiliche Debatten, stärkere Beteiligung der Basis und für eine Öffnung nach außen zu sorgen. Der Parteitag spendete ihm dafür stehend minutenlang Beifall.

Ob der neue Landeschef die SPD 2013 auch als Spitzenkandidat in den Landtagswahlkampf führen wird, ist allerdings höchst zweifelhaft. Künftig soll die niedersächsische SPD-Basis per Mitgliederentscheid den Spitzenkandidaten bestimmen. Als weitere Aspiranten auf die Spitzenkandidatur gelten der Chef des SPD-Bezirks Braunschweig und ehemalige Bundesgeschäftsführer Hubertus Heil, der parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion Thomas Oppermann und nicht zuletzt der hannoversche Oberbürgermeister Stefan Weil.

Als Konkurrent des neuen Landesvorsitzenden Lies kommt zudem der Vorsitzende des SPD-Bezirks Hannover, der 46-jährige Stefan Schostok, hinzu. Schostok hatte sich zunächst ebenfalls um den SPD-Landesvorsitz beworben. Er zog wie die ehemalige SPD-Bundestagsabgeordnete Monika Griefahn seine Bewerbung zurück, als er nach Abstimmungen auf zehn SPD-Regionalkonferenzen deutlich hinter Lies lag. Schostok soll aber in zwei Wochen zum neuen Chef der SPD-Landtagsfraktion gewählt werden. Dann hat die niedersächsische SPD gleich zwei neue Führungsfiguren. Auf Nachfrage versichern Lies wie Schostok derzeit, das die Frage der Spitzenkandidatur noch völlig offen sei.

Jürgen Voges, APN / APN
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.