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SPD-Parteitag am Sonntag Der Gewissenskonflikt der SPD in 13 widersprüchlichen Zitaten

SPD-Chef Martin Schulz blickt nach oben.
Alles Gute kommt von oben. Manchmal aber auch von unten. Darauf muss Martin Schulz jetzt hoffen. Die SPD-Basis soll seinen GroKo-Gang absegnen.
© Sean Gallup/Getty Images
Martin Schulz sagt, er sei optimistisch. Dass seine Partei ihm doch folgt, dass sie Ja sagt zu Koalitionsgesprächen mit der Union. Doch die GroKo-Entscheidung reißt Gräben in die SPD. Ein Richtungskampf in Zitaten.

„Ich glaube, dass wir hervorragende Ergebnisse erzielt haben." Martin Schulz, SPD-Vorsitzender, 12. Januar

"Das Gesamtpaket stimmt."Olaf Scholz, Erster Bürgermeister von Hamburg, 13. Januar

"Unser Vertrauen in die Union ist an einem Tiefpunkt. Unter dem Strich bleiben wir bei unserem Nein zur GroKo." Kevin Kühnert, Juso-Chef, 12. Januar

"Wir sollten nicht so tun, als sei das alles super oder als sei das alles schlecht."Sigmar Gabriel, Außenminister, 13. Januar

"Verlässliches Regieren ist mit der Union aktuell nicht möglich." Begründung der SPD Sachsen-Anhalt gegen die Aufnahme der Koalitionsverhandlungen, 13. Januar

"Wir vergessen natürlich die Bürgerversicherung nicht. [...] Es ist vollkommen klar, dass wir Themen haben, bei denen wir uns einfach nicht durchsetzen konnten. Für mich ist allerdings auch klar, dass das Sondierungsergebnisse sind, die wir nicht einfach nur unterschreiben und dann steht ein Koalitionsvertrag, sondern, dass wir sprechen müssen." Malu Dreyer, stellvertretende SPD-Chefin, 14. Januar

"Wir haben in Großen Koalitionen immer unser Wahlergebnis nach unten entwickeln lassen. Da ist nach 20.5 Prozent auch noch Luft nach unten. Von daher: keine Große Koalition." Hilde Mattheis, Bundestagsabgeordnete vom linken SPD-Flügel, 15. Januar

„Es tut dem Osten gut, wenn die SPD regiert.“ Dietmar Woidke, Ministerpräsident und SPD-Landeschef von Brandenburg, 15. Januar

"Da wird ein Ergebnis schlecht geredet von einigen, die egal, was wir verhandelt hätten, gegen die GroKo sind." Andrea Nahles, SPD-Fraktionschefin, 15. Januar

"Die SPD darf nicht 'lindnern'. Das würde unserem Charakter widersprechen." Stephan Weil, SPD-Ministerpräsident von Niedersachsen, 15. Januar

"Jubel, Trubel, Heiterkeit ist nicht angesagt. Aber wir sollten auch nicht so tun, als sei das Sondierungsergebnis völlig unzureichend, um zu verhandeln." Michael Groschek, SPD-Chef von Nordrhein-Westfalen, 15. Januar

„Ich ermutige alle, die zufrieden sind, das laut zu sagen.“ Martin Schulz, SPD-Chef, 15. Januar

"Wir lehnen die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen mit der Union ab und appellieren an alle Delegierten zum Bundesparteitag, sich unserem Votum anzuschließen." Sprecher des Berliner SPD-Landesvorstands, 15. Januar

pg

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