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stern-Umfrage: Wie Deutschland wirklich über Flüchtlinge denkt

Werden es zu viele? Oder ist noch Platz für Toleranz und Integrationsbereitschaft? Wie denkt Deutschland wirklich im Flüchtlingssommer 2015? Die große stern-Umfrage.

Von Axel Vornbäumen

Flüchtlinge in Deutschland

Menschen warten aauf dem Gelände des Landesamtes für Gesundheit und Soziales (LaGeSo) in Berlin. Eine aktuelle Forsa-Umfrage zeigt, dass Deutschland weit entfernt ist von einer "Das Boot ist voll"-Stimmung

Der deutsche Sommer ist zum Sommer der Flüchtlinge geworden. Das Thema hat es auf Platz 1 der politischen Agenda geschafft und damit sogar die Euro-Rettungspakete für Griechenland verdrängt. Kein Tag vergeht, an dem Politiker nicht angesichts überfüllter Aufnahmelager Alarm schlagen. Und manche warnen sogar, dass bei einer weiterhin anhaltenden Zuwanderung eine "Katastrophe" auf Deutschland zukommen könne. Mit 500.000, vielleicht sogar 600000 Menschen, die hier Asyl suchen, wird bis zum Jahresende gerechnet.

Der stern wollte wissen, ob sich das Verhältnis der Deutschen zu den hier lebenden oder erst ankommenden Ausländern verändert. Droht die Stimmung zu kippen, weil vermeintliche Belastungsgrenzen erreicht sind? Oder bewahrt sich dieses Land seine Toleranz und Integrationsfähigkeit auch im Moment großer Herausforderungen?

Mehrheit sieht Deutschland als Einwanderungsland

Das Umfrage-Institut Forsa hat im Auftrag des stern in der vergangenen Woche in einer repräsentativen Studie 1002 Männer und Frauen ab 14 Jahren dazu befragt. Fazit: Eine übergroße Mehrheit der Befragten sieht Deutschland als Einwanderungsland, nur eine verschwindend geringe, radikale Minderheit hat Verständnis für Angriffe auf Asylbewerberheime. Viele können sich vorstellen, sich in der Flüchtlingshilfe zu engagieren. Allerdings: Nur die Hälfte der Befragten hätte "keine Probleme" damit, wenn ein Flüchtlingsheim in der eigenen Nachbarschaft eingerichtet werden sollte.

Der wichtigste Befund: Deutschland ist weit entfernt von einer "Das Boot ist voll"-Stimmung. Nur elf Prozent der Befragten waren der Ansicht, dass es schon "zu viele Ausländer und Flüchtlinge" gebe und ein großer Teil wieder wegziehen sollte. 36 Prozent halten die Zahl der Ausländer und Flüchtlinge für hoch genug, für 44 Prozent könnte sie ruhig noch größer werden.

Die Aufnahmebereitschaft im Westen ist allerdings deutlich höher als im Osten. Und: Die immer wieder kursierende Zahl von etwa 500000 erwarteten Flüchtlingen in diesem Jahr wird von einer deutlichen Mehrheit (61 Prozent) als "Belastungsgrenze" wahrgenommen, nur 31 Prozent sind der Ansicht, Deutschland könne darüber hinaus noch Flüchtlinge ins Land lassen. Auch hier ist der Osten (18 Prozent) deutlich restriktiver als der Westen (34 Prozent), obwohl dort viel weniger Ausländer leben.

Dass die Bundesrepublik längst ein Einwanderungsland ist, sagen mittlerweile 88 Prozent, 20 Prozentpunkte mehr als 1995. 76 Prozent der Befragten waren der Ansicht, dass die Zuwanderung nach Deutschland auch durch ein Einwanderungsgesetz geregelt werden sollte.

Wunsch nach einem besseren Leben als Fluchtgrund nicht ausreichend

Bei den Gründen aber, die zur Aufnahme berechtigen sollen, wird stark differenziert: 76 Prozent halten Krieg für einen legitimen Fluchtgrund, 57 Prozent politische oder religiöse Verfolgung, und immerhin noch 43 Prozent sehen in Naturkatastrophen einen Grund dafür, dass Deutschland Flüchtlinge "auf jeden Fall" aufnehmen sollte. Nur den Wunsch nach einem besseren Leben lassen die meisten Befragten nicht gelten: Lediglich 13 Prozent finden, dass dies ausreichend für die Aufnahme von Flüchtlingen sei; selbst Grünen-Wähler sehen das so.

Sind sie erst mal im Land, treffen die Flüchtlinge auf überwiegend hilfsbereite Deutsche. Für 40 Prozent der Befragten kommt eine ehrenamtliche Unterstützung infrage,

34 Prozent können sich vorstellen, sich prinzipiell mit Spenden zu
beteiligen. 40 Prozent lehnen für sich persönlich allerdings jede Hilfeleistung ab.


Doch beim Faktor Nähe geht ein Riss durch das Land, zu viel Nähe ist bei jedem Zweiten nicht erwünscht: 49 Prozent haben kein Problem, wenn ein Flüchtlingsheim in ihrer Wohngegend eingerichtet werden sollte – 50 Prozent schon.

Bei ihren Erhebungen stießen die Meinungsforscher immer wieder auf das rechtsradikale Potenzial der AfD-Anhänger. So hatten 23 Prozent der AfD-Anhänger beispielsweise großes Verständnis für Angriffe auf Asylbewerberheime, bei allen übrigen Parteien lag der Wert bei oder nahe null.

Dass die Politik in den Augen der Wähler beim Thema Flüchtlinge eine gute Figur macht, kann man nicht gerade behaupten. 64 Prozent billigen keiner einzigen der im Bundestag vertretenden Parteien die Kompetenz zur Lösung der Schwierigkeiten zu.



Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.