FDP-Vorsitz
Strack Zimmermann berichtet, wie es zu ihrer Kandidatur kam

Marie-Agnes Strack-Zimmermann
Marie-Agnes Strack-Zimmermann auf dem FDP-Parteitag
© dts Nachrichtenagentur / Imago Images

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Die Kandidatur von Marie-Agnes Strack-Zimmermann auf dem FDP-Parteitag kam für fast alle überraschend. In einer Talk-Sendung erklärt die Politikerin die Hintergründe.

Es war der große Knalleffekt auf dem FDP-Parteitag am Wochenende: Unerwartet kündigte Marie-Agnes Strack-Zimmermann ihre Kandidatur um den Parteivorsitz an. Eigentlich hatte die Wahl des bis dahin als einzigem Kandidaten angetretenen Wolfgang Kubicki schon so gut wie festgestanden.

Am Ende wurde es so doch ein enges Rennen zwischen den beiden „alten Schlachtrössern“ der Liberalen, wie es Kubicki ausdrückte. Der 74-Jährige setzte sich am Ende mit fast 60 Prozent durch. Womit die Angelegenheit allerdings noch längst nicht erledigt war: Kubicki und Strack-Zimmermann beharkten sich in den folgenden Tagen über die Medien weiter, und an der Parteibasis sorgte die kurzfristige Kandidatur der Politikerin mancherorts für Unmut.

Marie-Agnes Strack-Zimmermann bot Kubicki eine Doppelspitze an

In der n-tv-Sendung „Pinar Atalay“ hat Marie-Agnes Strack-Zimmermann erklärt, wie es zu der Kandidatur kam. Den Entschluss habe sie nicht erst auf dem Parteitag gefasst, sondern „zwei Tage vorher“, berichtete die 68-Jährige. „Weil ich gemerkt habe, dass sehr viele in der Partei enttäuscht waren, dass sie keine Wahl haben.“

Kubickis ursprünglicher Herausforderer, Henning Höne aus Nordrhein-Westfalen, hatte seine Kandidatur zwei Wochen vor dem Parteitag wieder zurückgezogen. Dennoch zögerte Strack-Zimmermann bis zuletzt mit ihrer Kandidatur. „Ich wollte das gar nicht, ich bin ausgelastet“, sagte die Abgeordnete des Europaparlaments. Angetrieben habe sie letztendlich vor allem die Sorge, dass die Mitte „nach rechts zieht“.

Nach eigenen Angaben hat Strack-Zimmermann Kubicki angeboten, die Partei ein Jahr lang als Doppelspitze zu führen. Dies habe der ehemalige Bundestagsvizepräsident aber abgelehnt. Trotz der Kampfkandidatur und anschließender öffentlicher Kabbeleien zeigte sie sich „ausgesprochen zuversichtlich“, dass es in Zukunft eine gute Zusammenarbeit geben werde.

epp

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