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Stuttgart 21 OB Schuster für Dialog zwischen Gegnern und Befürwortern


Stuttgarts Oberbürgermeister Wolfgang Schuster (CDU) mahnt im Hinblick auf das Großprojekt Stuttgart 21 einen Dialog zwischen Gegnern und Befürwortern an. Den Gegnern wirft er vor, gezielt Ängste zu schüren.

Der Stuttgarter Oberbürgermeister Wolfgang Schuster (CDU) hat den Gegnern des Großbauprojekts "Stuttgart 21" vorgeworfen, Ängste zu schüren. Sie vermittelten etwa den Eindruck, dass Häuser beim Tunnelbau einstürzen könnten, sagte Schuster am Montag im ZDF-Morgenmagazin. Befürworter des Projekts würden "systematisch" diffamiert, "jeden Tag" "neue Gerüchte" gestreut. Dadurch sei eine "sehr schwierige Stimmung" entstanden. Schuster mahnte daher einen Dialog zwischen Gegnern und Befürwortern an. Es sei "nützlich", die Fakten auf den Tisch zu legen und Transparenz zu schaffen. Dies könne ein Beitrag zur "Befriedung" sein, sagte Schuster.

Schuster verteidigte das Großbauprojekt der Bahn, mit dem der bisherige Kopfbahnhof durch eine Verlegung in den Untergrund zu einer Durchgangsstation gemacht werden soll. Stuttgart sei die "bekannteste Stauregion in Deutschland" und müsse deshalb regional besser angebunden und als Exportstandort in das europäische Netz eingebunden werden. Das Bauvorhaben biete zudem die "großartige Chance", die Stadt weiterzuentwickeln. Menschen, "die nicht von dem Projekt überzeugt sind", hätten aber "selbstverständlich" das Recht, "friedlich zu demonstrieren".

Die Gegner von "Stuttgart 21" wollen am frühen Montagabend erneut gegen das Bahnhofsprojekt demonstrieren. Das Aktionsbündnis gegen den Milliardenbau erwartet rund 20.000 Teilnehmer. Bei der Eskalation von Protesten waren am Donnerstag laut Polizei mindestens 130 Menschen verletzt worden, als Sicherheitskräfte mit Wasserwerfern und Pfefferspray eingriffen. Eine weitere Demonstration am Freitag war friedlich verlaufen. Die Gegner von "Stuttgart 21" wollen mit ihren Aktionen einen Baustopp und eine Volksabstimmung über das Projekt erzwingen. Sie warnen vor hohen Kosten, negativen ökologischen Folgen und Sicherheitsgefahren durch das Milliardenprojekt.

AFP AFP

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