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Überprüfung des Elterngeldes gefordert Familienministerium erteilt Kauder klare Absage


Kauder zaudert: Angesichts der sinkenden Geburtenraten stellt der CDU-Mann das Elterngeld infrage. Im Familienministerium hört man solche Zweifel gar nicht gern.

Die Retourkutsche aus dem Familienministerium kam prompt: "Das Elterngeld ist keine Gebärprämie," erklärte Sprecherin Katja Laubinger am Freitag. Und stellte mit dem knappen, aber deutlichen Statement klar, was ihre Chefin von dem Vorschlag hält, das Elterngeld erneut auf den Prüfstand zu stellen. Angestoßen hatte die Diskussion Unionsfraktionschef Volker Kauder in der "Süddeutschen Zeitung".

Angesichts sinkender Geburtenraten in Deutschland hatte der CDU-Mann sich zwar gegen Schnellschüsse ausgesprochen, aber dennoch dafür, Sinn und Wirkung des Elterngeldes in der nächsten Legislaturperiode nochmal anzuschauen. Hintergrund ist die Kritik gerade aus konservativen Unions-Kreisen an dem familienpolitischen Instrument, das rund fünf Milliarden Euro pro Jahr kostet.

Eltern erhalten im ersten Lebensjahr des Kindes einen Betrag von bis zu 1800 Euro monatlich, wenn sie ihre Arbeit für die Kindererziehung unterbrechen. Zudem plant die Koalition, im September auf Druck der CSU ein Betreuungsgeld für Eltern von zwei- und dreijährigen Kindern zu beschließen, die keine staatlichen Betreuungseinrichtungen in Anspruch nehmen.

jwi/DPA/Reuters DPA Reuters

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