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Unliebsame Berichterstattung: China lässt ZDF-Korrespondenten wieder frei

Mit allen Mitteln versucht Peking zu verhindern, dass der Funke des Aufstands aus der arabischen Welt nach China überspringt. Zehntausende Polizisten waren am Wochenende im Einsatz, auch ausländische Journalisten waren im Visier der Sicherheitskräfte.

Der in China festgenommene ZDF-Korrespondent Johannes Hano ist wieder freigelassen worden. Das teilte ZDF-Sprecher Walter Kehr am Sonntag der Nachrichtenagentur dpa mit. Angaben zu den anderen beiden Mitarbeitern konnte Kehr zunächst nicht machen. Das dreiköpfige ZDF-Team war wie auch andere Journalisten von Sicherheitskräften in einer Einkaufsstraße in Peking aufgegriffen worden. Unter ihnen waren auch ein Reporter der Nachrichtenagentur dpa sowie die Korrespondenten von ARD mit ihren Kamerateams. Die Sicherheitskräfte in Uniform und Zivil gingen teilweise ruppig vor. Nach unbestätigten Berichten wurde ein taiwanesischer Fotograf verletzt.

Nach vier Stunden in Polizeigewalt waren die ARD-Korrespondentin Christine Adelhardt und ihre beiden Mitarbeiten wieder freigekommen. "Uns wurde gesagt, es gebe neue Vorschriften, dass an bestimmten Orten nicht ohne Genehmigung gedreht werden dürfe", sagte Adelhardt der Nachrichtenagentur dpa. Zwar waren ausländische Korrespondenten am Freitag mit Blick auf die geplanten Proteste noch ausdrücklich aufgefordert worden, sich an chinesische Gesetze zu halten, doch waren keine neuen Vorschriften genannt worden.

DPA / DPA