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Landtagswahl in Bayern: CSU und SPD stürzen ab - das Debakel der Volksparteien zum Nachlesen

Bei der Landtagswahl in Bayern sind die Volksparteien abgestraft worden. Die CSU verliert ihre absolute Mehrheit, die SPD rutscht in die Einstelligkeit ab. Grund zum Feiern haben hingegen vor allem die Grünen und die AfD. Die FDP muss zittern.

Bayernwahl: Erste Wahlprognose lassen Volksparteien alt aussehen – Grünen werden zweitstärkste Kraft

In Bayern gibt es ein politisches Beben: Bei der Landtagswahl hat die erfolgsverwöhnte CSU am Sonntag dramatische zweistellige Verluste hinnehmen müssen und ihre absolute Mehrheit verloren. Die Partei von Ministerpräsident Markus Söder und des Vorsitzenden Horst Seehofer fuhr ihr schlechtestes Ergebnis seit 1950 ein und schwächt damit auch ihre Position in der Großen Koalition von Kanzlerin Angela Merkel (CDU).

Die SPD von Natascha Kohnen brach noch stärker ein als vorhergesagt und verlor mit ihrem historisch schlechtesten Landesergebnis ihre Position als zweitstärkste Kraft. Große Wahlgewinner sind Grüne und AfD mit zweistelligen Ergebnissen. Die AfD zieht erstmals ins Maximilianeum ein und ist jetzt in 15 von 16 Landtagen vertreten. Die FDP muss zunächst bangen, ob sie nach fünf Jahren Abwesenheit die Rückkehr ins Parlament schafft. Die Linke scheitert erneut an der Fünf-Prozent-Hürde. 

 


Alles zur Bayern-Wahl

  • Finn Rütten
    • Finn Rütten

    Damit verabschieden wir uns fürs Erste aus diesem Liveblog. In unseren ständig aktualisierten Grafiken können Sie natürlich weiterhin die aktuellen Hochrechnungen verfolgen. Wir melden uns wieder mit dem amtlichen Endergebnis, das für die Nacht oder den frühen Morgen erwartet wird. Bis dahin, vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

  • Finn Rütten
    • Finn Rütten

    Stand jetzt sieht es sehr nach einer Koalition von CSU und den Freien Wählern aus. Dazu eine starke Opposition, angeführt von den Grünen. Ob das Debakel für SPD und CSU personelle Konsequenzen hat, werden die nächsten Tage zeigen. Am Montag wollen die Gremien der Parteien über das weitere Vorgehen beraten.

  • Finn Rütten
    • Finn Rütten

    Aktuelle ARD- und ZDF-Hochrechnungen
    CSU: 37,3 Prozent (ZDF: 37,4)
    Grüne: 17,8 Prozent (ZDF: 17,8)
    Freie Wähler: 11,5 Prozent (ZDF: 11,8)
    AfD: 10,6 Prozent (ZDF: 10,4)
    SPD: 9,6 Prozent (ZDF: 9,4)
    FDP: 5 Prozent (ZDF: 5)

  • Finn Rütten
    • Finn Rütten

    Weitere Pressestimmen zur Bayern-Wahl

    "Rhein-Neckar-Zeitung": "Es hätte schlimmer kommen können für die CSU."

    " Flensburger Tageblatt": "Die Wahlbeteiligung zeigt eine zunehmende Politisierung des gesellschaftlichen Klimas."

    "Kölner Stadt-Anzeiger": " Die SPD ist Opfer, nicht Täterin."

    "Aachener Nachrichten": "Die SPD wird Konsequenzen ziehen müssen."

  • Finn Rütten
    • Finn Rütten

    So reagiert die Presse auf die Wahl in Bayern:

    "Frankfurter Allgemeine Zeitung": Koalitionen waren und sind der Normalfall der Bundesrepublik."

    "Münchner Merkur": "Ein CSU-Chef, der seit einem Jahrzehnt die Geschicke der Partei lenkt, kann nach einer solchen Katastrophe nicht im Amt bleiben."

    "Stuttgarter Nachrichten": "Das Ergebnis entspricht dem Trend in ganz Deutschland."

    "Stuttgarter Zeitung": " In Bayern ist nicht, wie vorher von einigen befürchtet, die politische Mitte implodiert."

  • Finn Rütten
    • Finn Rütten


  • Finn Rütten
    • Finn Rütten

    CSU legt in neuen Hochrechnungen leicht zu
    Die CSU schneidet bei der Landtagswahl in Bayern nach neuen Hochrechnungen etwas besser ab, als zunächst gedacht. Demnach kommt die Partei von Ministerpräsident Markus Söder auf 37,3 bis 37,4 Prozent. Zunächst hatten ARD und ZDF ihr 35,3 bis 35,4 Prozent vorhergesagt. Nach Hochrechnung der ARD hätte nun auch eine schwarz-rote Koalition eine Mehrheit im Landtag.

  • Finn Rütten
    • Finn Rütten

    Erwin Huber stärkt Söder den Rücken
    Ex-CSU-Chef Huber spricht sich für Markus Söder als Ministerpräsident in Bayern aus: "Markus Söder ist erst ein halbes Jahr im Amt. Die Chance, das Amt weiterzuführen, sollte man ihm geben."

  • Finn Rütten
    • Finn Rütten

    Erwin Huber legt Seehofer indirekt Rücktritt nahe
    Ex-CSU-Chef Erwin Huber hat Horst Seehofer indirekt nahegelegt, das Amt als Parteivorsitzender abzugeben. Er selbst habe nach der Landtagswahl 2008 die Verantwortung übernommen und sei zurückgetreten, sagte Huber. "Und das hat zum Erfolg geführt." 2008 hatte die CSU bei der Landtagswahl die absolute Mehrheit verloren und 2013 wieder zurückerobert.

  • Finn Rütten
    • Finn Rütten

    Seehofer für Koalition mit Freien Wählern
    CSU-Chef Horst Seehofer bevorzugt eine Koalition mit den Freien Wählern. "Man sollte mit allen demokratischen Kräften reden. Auch meine Priorität wäre eine Koalition mit den Freien Wählern, wenn sie denn möglich ist", sagte Seehofer im Bayerischen Rundfunk. Zuvor hatte bereits Ministerpräsident Markus Söder (CSU) erklärt, seine klare Priorität sei ein "bürgerliches Bündnis".

  • Laura-Lena Förster
    • Laura-Lena Förster

    Gibt es personelle Konsequenzen, Herr Seehofer?
    "Da können wir gerne drüber diskutieren", sagt er im ZDF. Er werde das jedoch nicht an diesem Abend tun. "Natürlich habe ich als Parteivorsitzender auch Mitverantwortung für dieses Wahlergebnis."
    Für die Niederlage gebe es aber zahlreiche Gründe. Es gebe Ursachen in Berlin und welche in München. Die Position in der Zuwanderungspolitik habe man aber gemeinsam bestimmt, stellt Seehofer klar. Die CSU müsse sich Gedanken darüber machen, warum sie in Großstädten so schwach und bei ökologischen Themen nicht überzeugend genug sei.

  • Finn Rütten
    • Finn Rütten

    AfD-Politiker Bernd Baumann in der ARD: "In Bayern gibt es die Freien Wähler, die einen Teil unserer Themen ebenfalls besetzt haben. Daher sind wir sehr zufrieden mit den elf Prozent."

  • Finn Rütten
    • Finn Rütten

    Neue ARD-Hochrechnung
    CSU: 35,6 Prozent
    Grüne: 18,3 Prozent
    Freie Wähler: 11,6 Prozent
    AfD: 10,9 Prozent
    SPD: 9,7 Prozent
    FDP: 5,1 Prozent

  • Finn Rütten
    • Finn Rütten

    CSU-Chef Horst Seehofer
    "Kein schöner Tag für uns. Das Ergebnis kann uns nicht zufrieden stellen. Aber wir haben einen klaren Regierungsauftrag erhalten und wir werden diese Verantwortung wahrnehmen. In den nächsten Wochen müssen wir uns voll darauf konzentrieren."
    In seinen Danksagungen erhielt Markus Söder ein gesondertes Lob von Seehofer. Einen kleinen Seitenhieb konnte er sich dann aber doch nicht verkneifen: "Ich stand vor fünf Jahren hier, da war es ein bisschen anders", sagte er mit Blick auf das deutlich bessere Ergebnis der Landtagswahl 2013 mit ihm als Spitzenkandidaten.

  • Laura-Lena Förster
    • Laura-Lena Förster

    Bemerkenswert, wie Thomas Oppermann (SPD) das Ergebnis analysiert: