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Wahlabend: Kanzler bedauert TV-Auftritt

Angela Merkel möge "die Kirche im Dorf lassen", er werde Regierungschef bleiben, hatte Gerhard Schröder in der "Elefantenrunde" am Wahlabend zur CDU-Chefin gesagt. Jetzt hat der Kanzler seinen TV-Auftritt bedauert.

Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) sieht seinen vielfach kritisierten TV-Auftritt am Wahlabend in der Runde mit den anderen Spitzenkandidaten inzwischen selbstkritisch. "Suboptimal" nannte er sein Verhalten in einem am Donnerstag veröffentlichen Gespräch mit der Wochenzeitung "Die Zeit" und fügte hinzu: "War nicht gut, ich weiß". Kein Alkohol sei dabei im Spiel gewesen, heißt es in dem Bericht.

"Ein bisschen zu krawallig"

Schröder hatte bereits nach dem TV-Auftritt mitgeteilt, seine Frau Doris Schröder-Köpf habe seinen Auftritt in der "Elefantenrunde" als "ein bisschen zu krawallig" kritisiert. Schröder gab jetzt zu erkennen, er sei von seiner Gattin offenkundig noch deutlich strenger zur Ordnung gerufen worden, als er das zunächst berichtet hatte.

Keinen Grund sieht Schröder derzeit, vom Ziel der weiteren Kanzlerschaft abzurücken. "Wenn du selbst nicht glaubst, dass du das Optimale erreichst, dann kommst du da nie hin", zitierte ihn die Zeitung. Und in Anspielung auf das vor dem Wahltag ausgegebene Wortspiel "Sieg oder Viktoria", das sich auf den Rückzug ins Privatleben mit seiner Adoptivtochter nach einer Niederlage bezog, sagte Schröder: "Jetzt heißt es: Sieg und Viktoria."

Der Kanzler ließ weiter durchblicken, dass sein Ärger über bestimmte Medien, die im Wahlkampf Union und FDP seit Wochen als Gewinner gefeiert und hofiert hätten, noch nicht verraucht ist. Irgendwann werde er darüber schreiben, kündigte er an. Auch darüber, wie er sich zusammen mit SPD-Chef Franz Müntefering für Neuwahlen entschieden habe.

DPA / DPA
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