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Wahlkampf-Quartett der Grünen: Die "Schurken" von der CSU

Politiker statt Autos, Skandale statt PS: Die bayerischen Grünen machen die Affären der CSU zum Online-Quartettspiel und wollen so im Landtagswahlkampf punkten.

Karl Theodor zu Guttenberg hat minus einen Doktortitel, und damit schlägt er alle. Im wahren Leben ein gestürzter Hoffnungsträger, ist der Baron in diesem Spiel noch immer ein Gewinner. Doch gefallen dürfte ihm das nicht. Denn das Spiel heißt "CSU-Schurkenquartett", und die bayerischen Grünen wollen damit den faden Landtagswahlkampf aufmischen.

Das Konzept: die Skandale der Christsozialen als Online-Kartenspiel. Quartettspielen wie früher, nur mit CSU-Politkern statt Autos und Flugzeugen. Und angestellten Verwandten, verlorenen Doktortiteln und betrogenen Ehefrauen statt Hubraum, PS und Höchstgeschwindigkeit. Insgesamt acht Karten muss der Spieler dem Computer abluchsen, ohne dabei die eigenen acht zu verlieren.

Strauss hat "Schmutzelfaktor" 10.000

Die Spieler sollten entdecken, "wer unschlagbar die Nase vorn hat im Filz der schwarzen Partei", schreiben die Grünen. Und haben sich gleich einen eigenen Indikator dafür ausgedacht, den "Schmutzelfaktor". Wie der sich genau errechnet, wissen sie allerdings selbst nicht so genau.

Wie auch immer: Spitzenreiter in dieser Kategorie sind Ministerpräsident Horst Seehofer (1000) und sein Finanzminister Markus Söder (1200). Nur einer übertrifft die beiden Gernegroße natürlich: "Lichtgestalt" Franz Josef Strauss, Schmutzelfaktor 10.000.

timb