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Lichterkette: Wo muss ich klicken?

Im Winter 1992 gingen die Menschen überall in Deutschland mit privat organisierten Lichterketten gegen Rassismus auf die Straße. Heute formiert sich gesellschaftliches und politisches Engagement immer öfter auch im Internet.

Es war am Nikolausabend. In München versammelten sich über 400.000 Menschen, um schweigend mit Fackeln und Kerzen ein Zeichen gegen die brutalen ausländerfeindlichen Übergriffe von Rostock und Mölln zu setzen. In den nächsten Tagen folgten Bürger in zahlreichen anderen deutschen Städten ihrem Beispiel – insgesamt fast eine Million. Erstaunlich war, dass diese außergewöhnliche Initiative nicht von politischen Vereinigungen ausging, sondern anfangs von einigen wenigen Privatpersonen organisiert wurde. Zunächst nur per Mundpropaganda, später mit Hilfe der Presse schafften es diese Menschen in kürzester Zeit, ganz Deutschland von der enormen Wichtigkeit ihres Anliegens zu überzeugen und gemeinsam auf die Straße zu bringen. Eine wahrhaft unglaubliche Leistung.

Das war 1992, und böse Zungen könnten behaupten, so etwas würde heutzutage gar nicht mehr funktionieren. Heute geht man nicht mehr vor die Tür, geschweige denn auf die Straße. Man macht den Rechner an, tummelt sich in virtuellen Welten und lässt Probleme Probleme sein.

Ein Irrtum: Seit das Internet für Millionen von Menschen verfügbar ist, erfreuen sich so genannte Social Networks wachsender Beliebtheit. Und dass solche Plattformen noch zu viel mehr im Stande sind, als den Menschen nur die Zeit zu vertreiben, haben mittlerweile auch zahlreiche gesellschaftlich und politisch engagierte Gruppen entdeckt. Einige sehr beeindruckende Aktionen beweisen, was man heutzutage mit der enormen Kraft der global vernetzten Internetuser auf die Beine stellen kann.

Die australische Initiative „Earthhour“ zum Beispiel startete 2007 in Sydney mit dem Vorhaben, ein Zeichen für den Klimaschutz zu setzen. Möglichst viele Menschen sollten dafür gleichzeitig für eine Stunde das Licht ausschalten. Und immerhin 2,2 Millionen Haushalte und Geschäfte löschten im ersten Jahr in Sydney das Licht. Dank der Verbreitung und Bekanntmachung auf YouTube, Twitter, Flickr, MySpace, Facebook und auf unzähligen Blogs beteiligten sich an derselben Aktion nur ein Jahr später schon fast 50 Millionen Menschen aus 370 Städten in 35 Ländern. Die Golden Gate Bridge in San Francisco, das Kolosseum in Rom und sogar die Leuchtreklame eines bekannten Limonadeherstellers auf dem New Yorker Times Square blieben für eine Stunde dunkel. So etwas funktioniert einfach nicht ohne Internet.

Ein anderes Beispiel lieferte jüngst die Aktion „Twestivals“ der britischen Non-Profit-Organisation Charity: Water. Innerhalb des beliebten Netzwerkes „Twitter“ wurde weltweit zu Offline-Treffen der Twitter-Community aufgerufen. Auf diesen so genannten Twestivals sollte Geld für mehrere Trinkwasserprojekte in der Dritten Welt gesammelt werden. Am 12. Februar 2009 kam dann tatsächlich in 202 Städten rund um den Globus die bis dahin gesichtslose Twittersphere zusammen. Man feierte selbst organisierte Partys und generierte an nur einem Abend über 250.000 Dollar Spendengelder.

Das sind nur zwei Beispiele von zahlreichen webbasierten Aktionen, die aber deutlich zeigen: Wer heutzutage viele Menschen zusammenbringen und für etwas begeistern will, kommt am World Wide Web und der neuen, grenzenlosen Macht seiner „Communitys“ nicht mehr vorbei.

Die Möglichkeit für jeden, mit anderen in Kontakt zu treten, persönliche oder berufliche Netzwerke zu bilden und jederzeit Meinungen, Filme, Fotos, Musik und selbst große Datenmengen auszutauschen, ist einer der wesentlichen Treiber für die Deutsche Telekom, die Leistungsfähigkeit der Netzverbindung beherzt auszubauen. So wird hierzulande mit Hochdruck an der flächendeckenden Verbreitung von VDSL gearbeitet – einem Netz mit neuer, fast unbegrenzter Kapazität. Damit können die Vorzüge dieser Entwicklung innerhalb kurzer Zeit Millionen Menschen zugutekommen. Und irgendwann haben alle Menschen Zugriff auf dieses Netz. Mit einem Klick.

Mehr Infos zum Ausbau, zur Verfügbarkeit und zu den Möglichkeiten des VDSL-Netzes unter www.telekom.de

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