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Obersalzberg: Bomben auf Hitlers letztes Bollwerk

Auf dem Obersalzberg bei Berchtesgaden plante Adolf Hitler den Zweiten Weltkrieg und ersann den Holocaust. Am 25. April 1945 legten britische Bomber den zweiten Regierungssitz des "Dritten Reichs" in Schutt und Asche.

Zuletzt ging alles ganz schnell: Am Vormittag des 25. April 1945, einem sonnigen Frühlingstag, griffen Lancaster-Bomber der Royal Air Force den Obersalzberg an. Die Flugabwehr von Hitlers Alpenfestung war schon nach der ersten Welle so gut wie ausgeschaltet, so dass der Hauptangriff beginnen konnte. 45 Minuten später lagen die meisten überirdischen Gebäude von Hitlers zweitem Regierungssitz in Schutt und Asche. Ein gigantisch ausgebautes Machtzentrum mit Dutzenden von Gebäuden hoch über Berchtesgaden war dem Erdboden gleichgemacht worden. Die 300 britischen Flugzeuge hatten mit ihren 600-Kilo-Bomben ganze Arbeit geleistet.

Makabrer Schauplatz der Weltgeschichte

Am 4. Mai besetzten US-Einheiten den Obersalzberg, nachdem zuvor Berchtesgaden kampflos übergeben worden war. Französische Truppen rückten wenig später ein. Kurz vor dem Eintreffen der Sieger brannten die Nazi-Ruinen, angezündet von abziehenden SS-Wachmannschaften. Die Zeit des Obersalzbergs als zweitem Regierungssitz des "Dritten Reichs" und makabrem Schauplatz der Weltgeschichte war endgültig beendet.

"Es war wie ein letzter Donnerschlag nach einem heftigen Sturm", beschreibt Irmgard A. Hunt den Bombenhagel. Pünktlich zum 60. Jahrestag des Kriegsendes ist in der Deutschen Verlags-Anstalt (DVA) ihr Buch "Als die Welt in Stücke ging - Eine Kindheit am Obersalzberg" erschienen. "Zuerst versuchten sie das Kehlsteinhaus zu treffen, doch dann leerten sie ihre Bombenschächte über dem Obersalzberg", erinnert sich Hunt. Sie verbrachte ihre Kindheit und Jugend in Berchtesgaden, ehe sie 1958 in die USA ging.

"Wir verließen die Schule, und wenige Augenblicke später hörten wir bereits das Brummen der Bomber über uns." Und weiter: "Auf die Explosionen folgte ein gewaltiger, einem Sturm ähnlicher Luftzug, der mich von den Beinen geholt hätte, wenn ich mich nicht an der rauen Rinde der nächsten Fichte festgekrallt und gegen den Stamm gedrückt hätte." Die Erde habe gebebt, die Luft sei erfüllt gewesen vom Dröhnen der Flugzeugmotoren, dem pfeifenden Geräusch der fallenden Bomben und den Detonationen, beschreibt sie eindringlich.

Fragwürdiger Devotionalienhandel

Noch heute tun sich viele Berchtesgadener schwer mit der NS-Vergangenheit ihrer Heimat. Das Hitler zum 50. Geburtstag geschenkte Kehlsteinhaus - Relikt jener verhängnisvollen Nazi-Ära am Obersalzberg - zog schon bald nach 1945 Neugierige und Sympathisanten des NS-Regimes an. Noch heute blüht dort der Handel mit fragwürdigen "Erinnerungen" an den "Führer".

Aus dem "Platterhof", zur NS-Zeit Herberge für Parteibonzen, wurde 1953 das "General Walker"-Hotel, in dem sich bis zu seiner Schließung 1995 mehr als fünf Millionen US-Soldaten und ihre Familien erholten. Die auch von jüdischen Organisationen mittlerweile als vorbildlich gelobte Aufarbeitung der unseligen Nazi-Geschichte des Berges begann erst am 20. Oktober 1999 mit der Eröffnung der Dokumentationsstelle Obersalzberg. Mehr als 600.000 Besucher haben die vom Münchner Institut für Zeitgeschichte zusammengetragene Schau schon gesehen.

Weltweite Beachtung fand im März die Eröffnung einer Luxusherberge der Intercontinental-Gruppe auf dem Obersalzberg. Mit dem Slogan "Tauchen Sie ein in eine Oase des Wohlbefindens" lockt das Hotel-Management zahlungskräftige Gäste vor allem aus Übersee an. Von ihren 138 Hotelsuiten aus können die Besucher auf jenen Berg schauen, wo Hitler Teile von "Mein Kampf" schrieb, den Zweiten Weltkrieg plante und den Holocaust an Millionen von Juden ersann. Den Grund für das Hotel stellte der Freistaat zur Verfügung.

"Zwei-Säulen-Konzept" der Staatsregierung

Für Bayerns Staatsregierung ist damit ein "Zwei-Säulen-Konzept" erfolgreich realisiert, das neben der Aufarbeitung der Nazi-Diktatur auch eine stärkere touristische Nutzung der Region vorsieht. Kritik gibt es dennoch. Der jüdische Schriftsteller Ralph Giordano warf den Verantwortlichen im Zusammenhang mit dem Hotelbau vor, sie wüssten womöglich nicht, was der Obersalzberg bedeutet. "Oder sie wissen genau, was das für ein Ort war und tun es trotzdem."

Für den Vizepräsidenten der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Marian Offman, ist der Obersalzberg "nach wie vor ein Unort, an dem ich persönlich nicht logieren möchte". Der 56-Jährige meint aber auch, es sei nicht Aufgabe seiner Organisation, "jemandem zu sagen, ob er dort hingehen soll oder nicht". Offman, der mehrere Angehörige im Holocaust verloren hat, sieht die Existenz der "didaktisch vorbildlichen" Dokumentationsstelle als Grundvoraussetzung für die stärkere touristische Nutzung des Obersalzbergs. "Andernfalls wäre das Hotel nicht zu befürworten gewesen", sagt der Münchner.

Paul Winterer/DPA / DPA
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(