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Reinhard Heydrich: Biografie eines Dämons

Gestapo-Chef Reinhard Heydrich war die Personifikation des Bösen. Die stern-Reporter Mario R. Dederichs und Teja Fiedler legen die erste umfassende Biographie des Mannes vor, der als Schlüsselfigur des "Dritten Reichs" gilt.

Im Oktober 2002 erschien im stern die vierteilige Serie "Heydrich - Die Macht des Bösen" von stern-Reporter Mario R. Dederichs. Der engagierte Journalist und Zeitgeschichtler zeigte an der Figur des musischen Gestapo-Chefs und Vordenkers der Judenvernichtung, wie ein skrupelloses Individuum im Apparat eines verbrecherischen Systems unaufhaltsam aufsteigen konnte - bis Attentäter den Statthalter Hitlers 1942 in Prag töteten.

Dederichs brachte Licht in bisher kaum erforschte Abschnitte von Heydrichs Leben, zum Beispiel die Kindheit des Komponistensohnes in Halle. Er sprach mit Zeitzeugen wie dem einzigen tschechischen Arzt, der bei der erfolglosen Notoperation Heydrichs assistierte, und verfolgte auch den Weg der Familie bis in die Gegenwart.

Die Serie arbeitete Dederichs zu einem Buch mit dem Titel "Heydrich - Das Gesicht des Bösen" aus - bis ihn eine Krebserkrankung, der er im November 2003 erlag, an der Vollendung des Werkes hinderte.

Mit Hilfe der hinterlassenen Teile und Notizen sowie eigenen Recherchen gelang es seinem Freund und stern-Kollegen Teja Fiedler, unterstützt von Redakteurin Angelika Franz, das Buch fertig zu stellen. Es kommt am 17. Februar 2005 in den Handel.

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