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"heute wichtig" Drohung nach Influencer-Experiment: Youtuber deckt Mechanismen der Branche auf und bringt sich in Gefahr

Der Youtuber Marvin Wildhage mit seinem erfundenen Beauty-Produkt
Der Youtuber Marvin Wildhage mit seinem erfundenen Beauty-Produkt
© Marvin Wildhage / privat
Influencer verdienen Geld mit Produktempfehlungen. Was aber, wenn das Produkt ein Fake ist? Youtuber Marvin Wildhage hat ein Experiment gewagt. Außerdem in der Folge: Nahost-Korrespondentin Raschel Blufarb über eine mögliche Waffenruhe in Israel und dem Gaza-Streifen.

Hand aufs Herz: Haben Sie schon mal ein Produkt gekauft, weil Ihnen ein fremder Mensch im Internet davon vorgeschwärmt hat?  

Sie wären damit jedenfalls nicht allein. Zwar ist das Finanzierungsmodell von Influencern mittlerweile hinlänglich bekannt: Sie bekommen – teilweise sehr viel – Geld dafür, dass sie ihren Followern Dinge oder Dienstleistungen empfehlen. Trotzdem boomt der Werbemarkt auf Social Media. Was bedeutet, dass die Produktempfehlungen den Firmen messbare Erfolge bescheren. 

Was genau ein Influencer für eine Produkterwähnung in beispielsweise einer Instagram-Story bekommt, ist Verhandlungssache. Grob kann man das Honorar aber mit dem sogenannten TKP-Wert berechnen: TKP steht für "Tausender-Kontakt-Preis", üblich sind zehn bis zwölf Euro pro 1000 Views der Stories. Wobei sich Influencer auch noch über andere Faktoren verkaufen können: Wie interaktiv ist ihre Community? Wie vertrauensvoll ihr Image? 

Der Youtuber Marvin Wildhage hat genau das jetzt in einem Experiment auf die Probe gestellt: die Vertrauenswürdigkeit. Wildhage hat ein Beauty-Produkt erfunden, eine Gesichtscreme, und eine Schein-Agentur, die Influencer für die Bewerbung des angeblichen Wundermittels anfragte. Dass in dem selbst designten Tiegel nur handelsübliches Gleitgel steckte, das laut Inhaltsstoffangabe unter anderem Asbest und "Pipikaka Seed Oil" beinhaltete, störte einige der Influencer nicht. So präsentierte die Instagramerin Enisa Bukvic, 26, ihren 866.000 Followern sogar Vorher-Nachher-Fotos, die den vermeintlichen Verjüngungseffekt der Creme dokumentieren sollten.  

Michel Abdollahi
© TVNOW / Andreas Friese

Podcast "heute wichtig"

Klar, meinungsstark, auf die 12: "heute wichtig" ist nicht nur ein Nachrichten-Podcast. Wir setzen Themen und stoßen Debatten an – mit Haltung und auch mal unbequem. Dafür sprechen Host Michel Abdollahi und sein Team aus stern- und RTL-Reporter:innen mit den spannendsten Menschen aus Politik, Gesellschaft und Unterhaltung. Sie lassen alle Stimmen zu Wort kommen, die leisen und die lauten. Wer "heute wichtig" hört, startet informiert in den Tag und kann fundiert mitreden.

Ein anderer Influencer bewarb das Produkt ebenfalls, jedoch nicht entsprechend der verhandelten Konditionen. Zwischen seinem Manager und Marvin Wildhage, getarnt als Agentur-Mitarbeiter, kam es daraufhin zu einem Streit, in dem der Manager Wildhage mit Besuch einer Großfamilie drohte.  "Ich sag mal so: Ich werde aus verschiedenen Gründen Urlaub in Dubai vorerst vermeiden", nimmt es der Youtuber gelassen. Im Interview mit Michel Abdollahi erzählt er dennoch, wie ihm sein Experiment auch persönlich zu denken gegeben hat. 

Erfahrungsbericht aus dem Bombenregen 

Außerdem im Podcast: Nahost-Korrespondentin Raschel Blufarb für RTL und ntv berichtet vom Konflikt zwischen Israel und Palästina. Besonders die Zivilisten im Gaza-Streifen treffe die aktuelle Situation besonders hart, sagt Blufarb im Podcast "heute wichtig". Eine Chance auf eine Waffenruhe gebe es nur, wenn es den Mittlern, allen voran Ägypten und USA, gelänge, diese auszuhandeln. "Für Israel dagegen ist wichtig, dass die Gefahr aus dem Gaza-Streifen dauerhaft beseitigt wird", so Blufarb. 

rw / fs

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