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ARD-Korrespondentin in Teheran Bei Berichten aus dem Iran: Warum eine deutsche Reporterin Kopftuch trägt

Natalie Amiri berichtet für die ARD aus Iran.
Natalie Amiri berichtet für die ARD aus dem Iran.
© ARD/Tagesschau
Natalie Amiri ist Korrespondentin der ARD und berichtet aus Teheran. Wenn sie von dort zugeschaltet ist, trägt die Journalistin stets Kopftuch und muss dies den Zuschauern häufig erklären.

Seit dem Ausbruch der Proteste im Iran ist Natalie Amiri bei ARD-Zuschauern das Gesicht der Berichterstattung. Für viele Menschen vor dem Fernseher ist es ungewohnt, dass die Journalistin immer mit Kopftuch zu sehen ist.

In der Islamischen Republik sind alle Frauen verpflichtet, in der Öffentlichkeit ein Kopftuch zu tragen. Dabei spielt es keine Rolle, welcher Nationalität oder Glaubensrichtung sie angehören. Amiri erklärte das Tragen der Kopfbedeckung in einem Interview mit tagesschau.de: "Es ist keine Frage der eigenen Entscheidung. Im Iran gilt das Gesetz für alle Frauen, Iranerinnen und Ausländerinnen: Wer auf iranischem Boden ist, muss ein Kopftuch tragen." Ausnahmen gibt es nicht.

Die Kopftuchpflicht im Iran gibt es seit der Islamischen Revolution im Jahr 1979. Revolutionsführer Ruhollah Chomeini setzte nach seiner Machtübernahme durch, dass Frauen einen "Hidschab" - das arabische Wort für die Verschleierung - tragen müssen.

vit

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