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Service: Wie funktioniert die Umfrage?

Worum geht es? Was bringt es, wenn ich mitmache? Und was passiert mit meinen Daten? Hier finden Sie Antwort auf Ihre Fragen und den Fragebogen.

Was ist das Thema der Umfrage?

In diesem Jahr steht die Umfrage unter dem Motto "Wohin Deutschland?". Es geht zum einen darum, welche Reformen die Deutschen konkret unterstützen. Zum anderen soll untersucht werden, unter welchen Voraussetzungen sie bereit sind, dafür persönliche Opfer zu bringen. Damit bewegt sich Perspektive- Deutschland im Zentrum der aktuellen politischen Diskussion.

Schwerpunktthemen der Befragung sind Arbeit und Wirtschaft, Familie und Kinder, soziale Sicherung und Bildung. Kann die neue Regierung den Durchbruch auf dem Arbeitsmarkt schaffen und die notwendige Neuordnung der Sozialsysteme einleiten? Was muss passieren, damit junge Paare mehr Kinder bekommen? Brauchen die Hochschulen Studiengebühren? Wie beurteilen die Bürger die Reformbemühungen der alten Regierung? Auf welche Stärken kann Deutschland bauen?

"Perspektive-Deutschland hat sich als wertvolles Stimmungsbarometer etabliert, das von einer halben Million Menschen getragen wird. Die Initiative soll ein Sprachrohr der Bürger in der Reformdebatte sein", sagte zum Auftakt der neuen Befragungsrunde McKinsey-Deutschlandchef Jürgen Kluge. Im Vergleich zu anderen Umfragen sei die Stärke von Perspektive-Deutschland ihre regionale Tiefenschärfe. Durch die große Anzahl der Teilnehmer sei es möglich, aktuelle Ansichten, Empfindungen, Stimmungen und Forderungen der Deutschen in insgesamt 117 unterschiedlichen Landesteilen nachzuzeichnen. "Die Ergebnisse sind für Politik und Wirtschaft unverzichtbare Entscheidungshilfen."

Hier geht's zum Fragebogen

Ab sofort steht der Fragebogen bis zum 31. Januar 2006 unter www.perspektive-deutschland.de online. Die Ergebnisse der Studie liegen im Frühjahr 2006 vor.

Mit welchem Ziel wurde Perspektive-Deutschland initiiert?

Mit welchem Ziel wurde Perspektive-Deutschland initiiert?

Perspektive-Deutschland ist ein Projekt, das die Unternehmensberatung McKinsey 2001 mit dem Ziel angestoßen hat, den Reformprozess in Deutschland zu unterstützen und zu einer relevanten Entscheidungsbasis für die Verantwortlichen beizutragen. Gleichzeitig interessierte es McKinsey, inwieweit das Internet in Verbindung mit anspruchsvollen ökonometrischen Methoden geeignet ist, einen detaillierteren Einblick in die Einstellungen der Bürger bis auf die Ebene von Regionen oder anderen Einzelsegmenten zu nehmen. Allerdings verbindet sich mit Perspektive-Deutschland kein Interesse von McKinsey an einer Ausweitung seines Kerngeschäfts in die Markt- und Meinungsforschung.

Wer steht hinter Perspektive-Deutschland?

Wer steht hinter Perspektive-Deutschland?

Perspektive-Deutschland ist eine gemeinsame Initiative der Unternehmensberatung McKinsey & Company, des Magazins stern, des öffentlich-rechtlichen Fernsehsenders ZDF und des Internet-Portals WEB.DE. Bundespräsident a.D. Richard von Weizsäcker hat die Schirmherrschaft für das Projekt übernommen.

Wer kann teilnehmen?

Wer kann teilnehmen?

Perspektive-Deutschland ist ein Meinungsforum zu wichtigen gesellschaftspolitischen Themen. Die Umfrage ist offen für alle Bürger. Um die Ergebnisse zu kontrollieren und auch die Bürger ohne Internet-Zugang in den Dialog einzubeziehen, befragt das Meinungsforschungsinstitut TNS Infratest parallel zur Online-Befragung 2.400 repräsentativ ausgewählte Personen in einem computerunterstützten persönlichen Interview. TNS Infratest stellte dabei die gleichen Fragen wie im Online-Fragebogen von Perspektive-Deutschland. Auf diese Weise wurde ein Vergleich der Internet-Teilnehmer mit der Gesamtbevölkerung der 16- bis 69-Jährigen möglich.

Was haben die Bürger von der Teilnahme an Perspektive-Deutschland?

Was haben die Bürger von der Teilnahme an Perspektive-Deutschland?

Perspektive-Deutschland versteht sich als Diskussionsforum für die Zukunft unseres Landes. Die Bürger äußern mittels Perspektive-Deutschland ihre Meinung zu den zentralen Themen, die Deutschland bewegen. Sie können so Verantwortung wahrnehmen und die gesellschaftliche Entwicklung sowie den politischen Entscheidungsprozess aktiv mitgestalten.

Perspektive-Deutschland bündelt die Meinungen, formuliert konkrete Lösungsansätze und präsentiert sie Entscheidungsträgern in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Je mehr Bürger sich beteiligen, um so wirkungsvoller ist das Ergebnis.

Wie viel Zeit benötigt man für das Ausfüllen des Fragebogens?

Wie viel Zeit benötigt man für das Ausfüllen des Fragebogens?

Das Ausfüllen des Fragebogens nimmt knapp 30 Minuten in Anspruch.

Warum befragt Perspektive-Deutschland über das Internet?

Warum befragt Perspektive-Deutschland über das Internet?

Das Internet gehört zur elementaren Infrastruktur eines Technologielandes wie Deutschland. Mehr als die Hälfte der erwachsenen Bundesbürger ist heute bereits online erreichbar. Perspektive-Deutschland fördert die Nutzung des Internets und dessen Weiterentwicklung zu einem festen Element der gesellschaftlichen Infrastruktur. Die Vorteile von Online-Befragungen liegen auf der Hand: Im Vergleich zu persönlichen oder telefonischen Befragungen, bei denen Interviewer die Teilnehmer direkt befragen, wird mit relativ geringen Kosten eine wesentlich größere Anzahl von Personen erreicht, als dies mit konventionellen Befragungstechniken möglich oder finanzierbar wäre.

Für die Teilnehmer ist eine Online-Umfrage besonders komfortabel. Der Fragebogen wird ausgefüllt, wann immer man Zeit und Lust dazu hat. Außerdem ist kein Interviewer anwesend, der den Befragten in seinem Antwortverhalten beeinflussen könnte. Die große Zahl von Teilnehmern erlaubt wesentlich tiefgehendere Auswertungen und damit neue Erkenntnisse über unsere Gesellschaft. Damit entsteht eine wertvolle zusätzliche Informationsbasis für unsere demokratischen Entscheidungsprozesse.

Was passiert mit den persönlichen Daten der Teilnehmer?

Was passiert mit den persönlichen Daten der Teilnehmer?

Die Initiatoren von Perspektive-Deutschland stellen sicher, dass alle datenschutzrechtlichen Bestimmungen eingehalten werden.

Die Angabe der E-Mail-Adresse ist nur dann notwendig, wenn der Umfrageteilnehmer an der Verlosung teilnehmen oder weitere Informationen über Perspektive-Deutschland erhalten möchte. Die Adresse wird sofort vom Fragebogen getrennt und kann zu keinem Zeitpunkt mit den Antworten verbunden werden. Die Initiatoren von Perspektive-Deutschland verpflichten sich darüber hinaus, die E-Mail-Adressen zu keinem anderen als dem vom Teilnehmer gewünschten Zweck zu verwenden. Zudem kann jeder Teilnehmer zu jedem Zeitpunkt die Löschung seiner E-Mail-Adresse bei Perspektive-Deutschland verlangen.

Sind die Ergebnisse von Perspektive-Deutschland repräsentativ?

Sind die Ergebnisse von Perspektive-Deutschland repräsentativ?

Mehr als die Hälfte der erwachsenen Bevölkerung nutzt bereits das Internet. Durch den stark ansteigenden Nutzungsgrad wird sich das Internet – ähnlich wie einst das Telefon – binnen weniger Jahre zum Standardmedium für Teilnehmerrekrutierung und -befragung in breit angelegten Umfragen entwickeln.

Auch wenn Online-Befragungen heute noch nicht repräsentativ für die Bevölkerung sein können, so lassen sich Online-Ergebnisse mit geeigneten statistischen Verfahren unter Verwendung ergänzender Daten aus persönlichen Interviews einer repräsentativen Stichprobe genauso sinnvoll interpretieren wie hochgerechnete Ergebnisse einer klassischen persönlichen Befragung. Sie erlauben somit gehaltvolle Aussagen über die meisten Bevölkerungsgruppen. Schlüssel dazu ist ein Gewichtungsverfahren. Dieses ist in der Wissenschaft schon länger etabliert, konnte aber auf Grund der großen Teilnehmerzahlen bei Perspektive-Deutschland zum ersten Mal seine volle Wirkung in einer Umfrage entfalten.

Bei der Umsetzung dieses aufwendigen Verfahrens arbeitet Perspektive-Deutschland intensiv mit einem wissenschaftlichen Beirat zusammen, in dem unter anderem Nobelpreisträger Prof. Daniel McFadden (University of California, Berkeley) und führende deutsche Wissenschaftler vertreten sind. Bei dem Gewichtungsverfahren werden die Wahrscheinlichkeit des Internet-Zugangs, die Häufigkeit der Internet-Nutzung und die Teilnahmebereitschaft über sozio- bzw. psychografische Merkmale prognostiziert. Dadurch können die der Online-Umfrage zu Grunde liegenden Bevölkerungsverteilungen denen einer zeitgleichen repräsentativen Offline-Umfrage mittels Umgewichtung angeglichen und Verzerrungen weitgehend vermieden werden. Dies gilt für alle Bevölkerungsgruppen, die in ausreichender Anzahl sowohl an der Online- als auch an der Offline-Umfrage teilnehmen – im Vorjahr waren das die 16- bis 69-Jährigen.

Bei dem Verfahren werden höchste wissenschaftliche Standards eingehalten.

Was waren die Ergebnisse der Umfrage aus den Vorjahren?

Was waren die Ergebnisse der Umfrage aus den Vorjahren?

2001: Im ersten Jahr von Perspektive-Deutschland beteiligten sich insgesamt rund 170.000 Menschen an der Umfrage. Perspektive-Deutschland fragte nach der Zufriedenheit der Bürger mit ihrem Land, nach Erwartungen, Verantwortung, Leistungsbereitschaft und Eigeninitiative. Die Antworten der Befragten waren ermutigend und gaben Anlass für Aufbruchstimmung. Die Umfrage belegte: Die Deutschen sind leistungsbereiter als oft angenommen und plädieren für mehr Eigenverantwortung des Einzelnen. 2002: Nach dem Vorbild der ersten Runde startete Perspektive-Deutschland im Herbst 2002 mit dem Thema "Wie fit sind die bundesdeutschen Institutionen?". Die Teilnehmerzahl verdoppelte sich: Insgesamt fast 360.000 Bürger füllten den Online-Fragebogen aus. Perspektive-Deutschland wurde damit zur weltweit größten gesellschaftspolitischen Online-Befragung. Die Ergebnisse der zweiten Umfrage waren dramatisch: Deutschlands Institutionen steckten in einer tiefen Vertrauenskrise. Nur 3 Prozent der Bürger vertrauten den politischen Parteien. Lediglich jeder zehnte Bürger bewertete Institutionen wie Bundestag, Arbeitsamt, Kirchen, Gewerkschaften sowie die Kranken- und Rentenversicherung als gut.

2003

: Die dritte Runde von Perspektive-Deutschland mit insgesamt rund 450.000 Teilnehmern stand unter dem Motto "Neue Perspektiven für Deutschland". Trauriges Fazit der Studie: Die Deutschen haben das Vertrauen in eine baldige Erholung der Wirtschaft und eine grundlegende Reform des Sozialstaats verloren. Fast zwei Drittel befürchteten, dass sich die Lebensverhältnisse weiter verschlechtern werden. Außerdem glaubte ein Großteil der Bevölkerung zum Zeitpunkt der Umfrage nicht, dass Politiker und staatliche Institutionen den notwendigen Richtungswechsel herbeiführen können.

2004

: "Deutschland der Regionen" lautete der Titel der vierten Runde, an der 511.000 Bundesbürger teilnahmen. Perspektive-Deutschland suchte nach regionalen Erfolgsfaktoren und kam zu dem Ergebnis, dass der wirtschaftliche Erfolg von Regionen vor allem auf starke Führungspersönlichkeiten in Politik, Wirtschaft und Verwaltung sowie deren reibungsloses Zusammenspiel zurückzuführen ist. Diese lokale Vernetzung war nach Ansicht der Befragten die wichtigste Voraussetzung für mehr Investitionen und ein gutes regionales Gründerklima, was wiederum die erwartete Zufriedenheit der Menschen in ihrer Region positiv beeinflusst. Die zufriedensten Deutschen, so die Untersuchung, leben in Bayern und Baden-Württemberg. Stuttgart und München sind die lebenswertesten unter den 15 größten deutschen Städten, gefolgt von Hamburg, Hannover und Köln.

Was macht Perspektive-Deutschland mit den Ergebnissen?

Was macht Perspektive-Deutschland mit den Ergebnissen?

Perspektive-Deutschland wertet die Antworten aus, bündelt die Meinungen der Bürger und formuliert daraus konkrete Lösungsansätze und Forderungen.

Im Frühjahr 2006 werden die Ergebnisse der fünften Runde im Rahmen einer Pressekonferenz der Öffentlichkeit vorgestellt. Zahlreiche Multiplikatoren und Entscheidungsträger aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft erhalten eine Zusammenfassung der Studie. Parallel werden die Ergebnisse mit Spitzenpolitikern individuell diskutiert.

Perspektive-Deutschland will auf diese Weise die öffentliche Diskussion anregen und einen Beitrag für ein zukunftsfähiges Deutschland leisten. Es geht Perspektive-Deutschland nicht in erster Linie darum, Kritik zu üben und bereits bekannte Missstände anzuprangern. Die Initiative will vielmehr konstruktive Handlungsansätze liefern, als Sprachrohr dienen und daher möglichst viele Bürger einbeziehen.