HOME

stern-Umfrage: Mehrheit der SPD-Anhänger glaubt nicht mehr an Sieg bei der Bundestagswahl

Die jüngsten Wahlniederlagen drücken auf die Stimmung bei SPD-Mitgliedern und -Anhängern. Dass Martin Schulz ins Kanzleramt einziehen kann, glaubt eine Mehrheit laut einer stern-Umfrage nicht mehr.

Einfach keine guten Nachrichten mehr für Martin Schulz: Die Mehrheit der SPD-Mitglieder und -Anhänger glaubt inzwischen nicht mehr an einen Wahlsieg.

Einfach keine guten Nachrichten mehr für Martin Schulz: Die Mehrheit der SPD-Mitglieder und -Anhänger glaubt inzwischen nicht mehr an einen Wahlsieg.

Welche Koalition präferieren die Bundesbürger und wie schätzen sie den Ausgang der kommenden Bundestagswahl ein? Antworten auf diese Fragen ermittelte das Forsa-Institut für den stern. Hervorstechendes Ergebnis: Rund zwei Drittel – nämlich 65 Prozent – glauben nicht, dass die SPD im September noch stärkste Partei werden kann. Selbst 60 Prozent der befragten SPD-Anhänger meinen, dass ihre Partei das nicht schaffen wird.

Insgesamt 55 Prozent aller Wahlberechtigten wünschen sich eine von der Union geführte Bundesregierung – am häufigsten genannt wird dabei die Fortsetzung der Großen Koalition (25 Prozent) oder ein schwarz-gelbes Bündnis von CDU/CSU und FDP (23 Prozent). Für Schwarz-Gelb votieren 62 Prozent der FDP-Anhänger und 43 Prozent der Unionsanhänger. Ein Bündnis von Union, FDP und Grünen ("Jamaika"-Koalition) befürworten 7 Prozent. Eine rot-rot-grüne Koalition aus SPD, Linken und Grünen wird von 11 Prozent der Deutschen favorisiert – vor zwei Monaten waren es noch 19 Prozent.


SPD-Tief: Wechselstimmung so gut wie weg

Anders als im März hat nur noch ein knappes Drittel der Bundesbürger (31 Prozent) den Eindruck, dass es eine Wechselstimmung in der Mehrheit der Bevölkerung gibt. Vor der Landtagswahl im Saarland, als die SPD bundesweit auf 31 Prozent kam, hatten noch 59 Prozent diesen Wunsch nach einem Wechsel ausgemacht.

Datenbasis: Das Forsa-Institut befragte am 17. und 18. Mai 2017 im Auftrag des Magazins stern 1001 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger, die durch eine computergesteuerte Zufallsstichprobe ermittelt wurden. Die statistische Fehlertoleranz liegt bei +/- 3 Prozentpunkten.