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Kurzfilm "M.A.M.O.N.": So krass machen sich die Mexikaner über Trump und die Mauer lustig

Sie glauben, England ist die Heimat des schwarzen Humors? Dann schauen Sie, wie Donald Trump und sein Plan, an der Grenze zu Mexiko eine Mauer zu bauen, im Kurzfilm "M.A.M.O.N." verspottet werden. Natürlich ist der Streifen ein Hit im Web.

Jemand hat die Absicht eine Mauer zu bauen. Zur Erinnerung: Es gehört zu den größten Versprechen von Donald J. Trump, die Grenze zwischen den USA und Mexiko im wahrsten Sinne des Wortes zu befestigen. Das Beste daran: Die Mexikaner werden den Bau auch noch selbst bezahlen, ist sich der frisch gewählte US-Präsident sicher.

Das klingt wie ein schlechter Witz. Doch wer die Mexikaner ein bisschen kennt, der weiß: Die Nachfahren der Azteken haben durchaus einen Sinn für schlechte Witze. Und so reagieren sie auf die Drohung aus den Estados Unidos, mit denen sie in aufrechter Hassliebe doch so eng verbunden sind, wie ein Volk, zu dessen bekanntesten Ritualen es gehört, an Allerheiligen an den Gräbern der verstorbenen Lieben ein fröhliches Picknick zu feiern: mit rabenschwarzem Humor.

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Nimm das, Donald Trump!

"M.A.M.O.N. (Monitor Against Mexicans Over Nationwide)" ist ein satirischer Kurzfilm betitelt, der bereits seit den letzten Tagen vor der Wahl vor allem auf lateinamerikanischen Seiten im Netz geteilt wird. Er stellt die Frage "Wer wird zahlen?" - und beantwortet sie auch. Im Wesentlichen beschreibt der Streifen, wie es die "aufrechten Mexikaner" an der Mauer mit einer Art "Trumpformer" - einer Kampfmaschine, die nicht nur wie Trump aussieht, sondern auch von ihm gesteuert wird - aufnehmen und letztlich die Oberhand behalten. Dies dank himmlischer Hilfe und eines Kampfhuhns, das zum Schluss triumphiert: "A huevo cabrón!" (In etwa: "In die Eier, Bastard!")

Dass die selbstironische Satire nicht aus Mexiko selbst, sondern aus Uruguay kommt, mag man als weiteren Scherz verstehen. Die beißende Fünf-Minuten-Satire ist Teil einer Aktion namens "Wecanfxit", mit der die Filmemacher der Produktionsfirma "Aparato" nach eigenem Bekunden die Welt "Pixel für Pixel" zu einem besseren Ort machen wollen. Vamos!

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dho