Die USA und Israel haben den Iran angegriffen, der Oberste Führer Ayatollah Ali Chamenei wurde getötet. Angeblich soll jetzt sein Sohn übernehmen. Alle Entwicklungen im Liveblog.
Alle aktuellen Informationen im Liveblog:
Wichtige Updates
Lennard Worobic
Eskalation im Iran – die Lage im Überblick:
- Die USA und Israel greifen seit Samstagmorgen den Iran an. Dabei wurde auch Irans Oberster Führer Ali Chamenei getötet – das für Mittwochabend angesetzte Staatsbegräbnis wurde offenbar verschoben
- Berichten zufolge soll sein Sohn Modschtaba die Nachfolge antreten, Israel droht bereits mit Tötung.
- Eine iranische Rakete trifft einen großen US-Stützpunkt in Katar, eine iranische Drohne schlägt in einen US-Stützpunkt nahe Bagdad ein.
- Die Türkei hat eine ballistische Rakete aus dem Iran abgefangen – die Nato geht von Absicht aus.
- Ein U-Boot der US-Marine hat im Indischen Ozean ein iranisches Kriegsschiff versenkt
- Die libanesische Regierung hat mit der Festnahme mutmaßlicher Hisbollah-Mitglieder begonnen.
- Die Bundesregierung startet eine Rückholaktion für Kinder, Kranke und Schwangere; auch die US-Regierung stellt Charterflüge für ihre Bürger aus Nahost bereit.
- Feuer nahe US-Konsulat in Dubai nach einem mutmaßlichen iranischen Drohnenangriff.
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Jacqueline Haddadian

Pistorius: Keine deutsche Beteiligung am Irankrieg
Für Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius kommt ein Einsatz der Bundeswehr im Irankrieg nicht infrage. „Deutschland ist nicht Kriegspartei. Die deutsche Bundeswehr wird sich an diesem Krieg nicht beteiligen“, sagte er in einer Aktuellen Stunde des Bundestags. Oberste Priorität für die Bundesregierung habe der Schutz der deutschen Bürger sowie Soldatinnen und Soldaten in der Region, in der die Lage hochdynamisch und gefährlich sei.
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Jacqueline Haddadian

Gute Nachrichten für wegen des Krieges in Nahost gestrandete Deutsche: Die Bundesregierung kündigt zwei weitere Evakuierungsflüge an. Am Donnerstag und Freitag werde jeweils ein weiterer Charterflug in Omans Hauptstadt Maskat nach Frankfurt, sagt Außenminister Johann Wadephul (CDU). Für die Flüge sollen vordringlich besonders verletzliche Gruppen ausgewählt werden, wie Schwangere, Kranke, Ältere oder Kinder.
Dem Außenminister zufolge soll am Donnerstag ein von der Bundesregierung gechartertes Condor-Flugzeug mehr als 200 Menschen von Maskat nach Frankfurt bringen. Beim dritten Flug sollen am Freitag aus Maskat erneut mehr als 200 Personen nach Frankfurt gebracht werden.
Dem Außenminister zufolge soll am Donnerstag ein von der Bundesregierung gechartertes Condor-Flugzeug mehr als 200 Menschen von Maskat nach Frankfurt bringen. Beim dritten Flug sollen am Freitag aus Maskat erneut mehr als 200 Personen nach Frankfurt gebracht werden.
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Yannik Schüller
Nach seiner ersten Offensive gegen die Führung in Teheran will das US-Militär seine Taktik im Iran ändern.
Die US-Streitkräfte hätten die Lufthoheit über die südliche Flanke der iranischen Küste erlangt, sagt Generalstabschef Dan Caine. Nun sollten US-Streitkräfte immer tiefer in iranisches Territorium eindringen.
Das US-Regionalkommando für den Nahen Osten (Centcom) wolle von großen, gezielten Angriffen mit Fernkampfwaffen zu Präzisionsschlägen wechseln, sagt Caine weiter. Dabei sollen auch sogenannte Hellfire-Raketen zum Einsatz kommen und das Tempo erhöht werden.
Die US-Streitkräfte hätten die Lufthoheit über die südliche Flanke der iranischen Küste erlangt, sagt Generalstabschef Dan Caine. Nun sollten US-Streitkräfte immer tiefer in iranisches Territorium eindringen.
Das US-Regionalkommando für den Nahen Osten (Centcom) wolle von großen, gezielten Angriffen mit Fernkampfwaffen zu Präzisionsschlägen wechseln, sagt Caine weiter. Dabei sollen auch sogenannte Hellfire-Raketen zum Einsatz kommen und das Tempo erhöht werden.
Bislang verfolgt das US-Militär nach eigener Darstellung drei zentrale Ziele:
- die Zerstörung des iranischen Raketensystems
- die Zerstörung oder massive Schwächung der iranischen Marine
- die Verhinderung eines schnellen Wiederaufbaus der militärischen Fähigkeiten des Iran
Konstantin Toropin/AP/dpa
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Yannik Schüller
Gehackte Kameras an Ampeln, gestörte Funkzellen, Datenanalysen: Israels Dienste kartierten jahrelang Irans Eliten – und ermöglichten so den Mord an Ali Chamenei. Die komplette Rekonstruktion lesen Sie hier:
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Yannik Schüller
Die Europäische Kommission sieht die Versorgung mit Öl und Gas nicht unmittelbar gefährdet.
Die Speicherstände in der Staatengemeinschaft seien stabil bei rund 30 Prozent, in den letzten Tagen sein keine größeren Entnahmen verzeichnet worden.Die USA blieben weiterhin der größte LNG-Lieferant für Europa, diese Lieferungen seien von der Lage im Nahen Osten nicht betroffen. Insgesamt sei Europa viel breiter aufgestellt als noch vor ein paar Jahren.
Die Speicherstände in der Staatengemeinschaft seien stabil bei rund 30 Prozent, in den letzten Tagen sein keine größeren Entnahmen verzeichnet worden.Die USA blieben weiterhin der größte LNG-Lieferant für Europa, diese Lieferungen seien von der Lage im Nahen Osten nicht betroffen. Insgesamt sei Europa viel breiter aufgestellt als noch vor ein paar Jahren.
Ebenso ist die Öl-Expertengruppe der EU zusammengekommen. Auch hier sieht die Europäische Kommission einer EU-Beamtin zufolge bisher keine unmittelbaren Auswirkungen. Hauptsorgen seien die Preisentwicklung und die Dauer der aktuellen Situation: Kurzfristige Hindernisse beim Transport seien relativ leicht zu bewältigen, aber wenn die Lage über einen längeren Zeitraum anhalte, könnten Versorgungsrisiken und höhere Preise entstehen.
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Yannik Schüller
Das US-Militär hat nach Angaben von Verteidigungsminister Pete Hegseth ein iranisches Kriegsschiff mit einem Torpedo versenkt.
Ein amerikanisches U-Boot habe in internationalen Gewässern auf das Schiff geschossen, sagt er bei einer Pressekonferenz. Hegseth zufolge war es der erste Angriff dieser Art seit dem Zweiten Weltkrieg. Unklar war zunächst, um welches Schiff es sich genau handelte.
Ein amerikanisches U-Boot habe in internationalen Gewässern auf das Schiff geschossen, sagt er bei einer Pressekonferenz. Hegseth zufolge war es der erste Angriff dieser Art seit dem Zweiten Weltkrieg. Unklar war zunächst, um welches Schiff es sich genau handelte.
Quelle: Konstantin Toropin/AP/dpa
Zuvor war bekannt geworden, dass es auf der Fregatte „IRIS Dena" zu einer Explosion gekommen war. Mindestens 101 Besatzungsmitglieder des gesunkenen iranischen Kriegsschiffs wurden nach Medienberichten im Indischen Ozean vor der Küste Sri Lankas vermisst. Auf der Fregatte seien zudem 78 Menschen verletzt worden – die wurden inzwischen von der sri-lankischen Marine und Luftwaffe gerettet .
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Yannik Schüller
„Wir sind uns einig, dass dieses schreckliche Regime in Teheran gestürzt werden muss“, sagt Bundeskanzler Merz nach dem zweiten bilateralen Treffen mit US-Präsident Donald Trump.
Merz hatte am Sonntag auf die Risiken einer Ausweitung des Kriegs hingewiesen und Zweifel daran geäußert, ob auf diese Weise ein Machtwechsel herbeigeführt werden kann. Er äußerte aber auch Verständnis für die Militäraktion und verzichtete auf Kritik.
Merz hatte am Sonntag auf die Risiken einer Ausweitung des Kriegs hingewiesen und Zweifel daran geäußert, ob auf diese Weise ein Machtwechsel herbeigeführt werden kann. Er äußerte aber auch Verständnis für die Militäraktion und verzichtete auf Kritik.
Zum Thema Rollenverteilung: Merz sprach drei Minuten. Trump 30.
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Yannik Schüller
In der Straße von Hormus ist ein Containerschiff von einem Geschoss getroffen worden. Das teilt die britische Behörde für Sicherheit der Handelsschifffahrt mit. Der Frachter sei Richtung Osten durch die Meeresenge gefahren, als ein unbekanntes Geschoss knapp über der Wasserlinie eingeschlagen sei, schreibt die Behörde unter Berufung auf den Sicherheitsbeauftragten des Betreibers. Der Treffer habe ein Feuer im Maschinenraum ausgelöst.
Der Vorfall soll sich etwa zwei Seemeilen vor der omanischen Küste abgespielt haben. Zu welcher Reederei das Schiff gehört und unter welcher Flagge es fährt, ging aus der Mitteilung nicht hervor.
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Martin Thiele
Dichter Rauch in Dubai: Eine mutmaßlich iranische Drohne schlägt nahe dem US-Konsulat ein. US-Außenminister Marco Rubio kündigt daraufhin "Veränderungen" bei den Angriffen an.
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Yannik Schüller
Die Nato geht davon aus, dass der Iran absichtlich eine Rakete auf das Bündnismitglied Türkei abgefeuert hat. „Wir verurteilen, dass der Iran die Türkei ins Visier nimmt", teilt Nato-Sprecherin Allison Hart mit.
Dass die Nato zur Konfliktpartei wird, gilt trotz des Raketenbeschusses der Türkei als äußerst unwahrscheinlich. Generalsekretär Mark Rutte hatte gestern in einem Interview des ARD-Studios Brüssel zur Frage nach einer möglichen Bündnisbeteiligung an dem Krieg gesagt, es gebe absolut niemanden, der glaube, dass die Nato daran beteiligt werde.
Dass die Nato zur Konfliktpartei wird, gilt trotz des Raketenbeschusses der Türkei als äußerst unwahrscheinlich. Generalsekretär Mark Rutte hatte gestern in einem Interview des ARD-Studios Brüssel zur Frage nach einer möglichen Bündnisbeteiligung an dem Krieg gesagt, es gebe absolut niemanden, der glaube, dass die Nato daran beteiligt werde.
“Das ist Iran, das ist der Golf, das ist außerhalb des Nato-Gebiets", erklärte er mit Blick auf den Geltungsbereich der Beistandsklausel des Bündnisses. Hinzu kommt, dass alle Mitgliedstaaten einem Bündniseinsatz zustimmen müssten.
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Phil Göbel
Bundesregierung will keine Soldaten nach Zypern schicken
Nach den Drohnenangriffen auf den britischen Militärstützpunkt Akrotiri auf Zypern plant die Bundesregierung keine militärische Unterstützung für die Region.
Im Rahmen der regionalen Abdeckung auch des Nato-Gebietes sei „dort hinreichend Vorsorge getroffen“, sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes am Mittwoch in Berlin. Die Lage könne sich allerdings jederzeit ändern.
Im Rahmen der regionalen Abdeckung auch des Nato-Gebietes sei „dort hinreichend Vorsorge getroffen“, sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes am Mittwoch in Berlin. Die Lage könne sich allerdings jederzeit ändern.
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Jacqueline Haddadian

Eine Untersuchungskommission der UN hat die Angriffe Israels und der USA auf den Iran verurteilt. Die Angriffe verstießen gegen die UN-Charta, die den Einsatz von Gewalt gegen die territoriale Integrität oder politische Unabhängigkeit eines Landes verbiete, teilt die Kommission mit.
„Die iranische Bevölkerung ist nun gefangen zwischen einer großangelegten Militäraktion, die Wochen oder Monate dauern könnte, und einer Regierung, die seit langem für schwere Menschenrechtsverletzungen bekannt ist“, so die Kommission mit. Bei der Kommission handelt sich um unabhängige Expertinnen und Experten, die der UN-Menschenrechtsrat 2022 eingesetzt hat, um Menschenrechtsverletzungen im Iran zu untersuchen.
„Die iranische Bevölkerung ist nun gefangen zwischen einer großangelegten Militäraktion, die Wochen oder Monate dauern könnte, und einer Regierung, die seit langem für schwere Menschenrechtsverletzungen bekannt ist“, so die Kommission mit. Bei der Kommission handelt sich um unabhängige Expertinnen und Experten, die der UN-Menschenrechtsrat 2022 eingesetzt hat, um Menschenrechtsverletzungen im Iran zu untersuchen.
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Phil Göbel
Das US-Militär hat ein iranisches Kriegsschiff vor der Küste Sri Lankas angegriffen und versenkt. Ein U-Boot des Militärs habe ein iranisches Kriegsschiff im indischen Ozean versenkt, sagte US-Verteidigungsminister Pete Hegseth, der sich selbst Kriegsminister nennt.
Die Behörden in Sri Lanka teilten mit, es seien 32 Menschen gerettet worden, die an Bord des iranischen Schiffes gewesen seien. Mehrere Leichen seien aus dem Meer geborgen worden.
Mehr dazu hier:
Die Behörden in Sri Lanka teilten mit, es seien 32 Menschen gerettet worden, die an Bord des iranischen Schiffes gewesen seien. Mehrere Leichen seien aus dem Meer geborgen worden.
Mehr dazu hier:
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Phil Göbel
Angesichts der verstärkten Offensive gegen die libanesische Hisbollah-Miliz im Zuge des Iran-Kriegs hat Israel die Menschen im Südlibanon dazu aufgerufen, sich im Norden des Landes in Sicherheit zu bringen.
Die Bewohner des mehrere hundert Quadratmeter großen Gebiets sollten sich „sofort in Gebiete nördlich des Litani-Flusses“ begeben, erklärte Armeesprecher Avichay Adraee am Mittwoch im Onlinedienst X. Das libanesische Gesundheitsministerium meldete derweil elf Tote bei israelischen Luftangriffen.
Die Bewohner des mehrere hundert Quadratmeter großen Gebiets sollten sich „sofort in Gebiete nördlich des Litani-Flusses“ begeben, erklärte Armeesprecher Avichay Adraee am Mittwoch im Onlinedienst X. Das libanesische Gesundheitsministerium meldete derweil elf Tote bei israelischen Luftangriffen.
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DPA · AFP · Reuters
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