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Kommunalwahl in Bad Münstereifel: SPD-Lokalpolitiker siegt - und stirbt noch am Wahlabend

Werner Esser hätte der nächste Bürgermeister von Bad Münstereifel werden können: Der SPD-Politiker fuhr bei der Wahl das beste Ergebnis ein. Doch dann brach der 57-Jährige zusammen - und konnte nicht wiederbelebt werden.

Der SPD-Bürgermeisterkandidat in Bad Münstereifel, Werner Esser, starb am Wahlabend

Der SPD-Bürgermeisterkandidat in Bad Münstereifel, Werner Esser, starb am Wahlabend

Schock für die SPD im nordrhein-westfälischen Bad Münstereifel: Bei der Bürgermeisterwahl am Sonntag ist Kandidat Werner Esser mit 57 Jahren plötzlich kollabiert - und kurze Zeit später im Krankenhaus gestorben. "Wir sind in tiefer Trauer und ringen um Fassung", teilte die SPD auf Facebook mit. "Unsere Gedanken sind bei seiner Frau, seinen Töchtern, seinen Angehörigen und Freunden."

Besonders tragisch: Esser erzielte bei der Wahl mit 45 Prozent das beste Ergebnis. Er wäre in zwei Wochen in die Stichwahl um den Rathausposten gegangen. "Er wäre so stolz gewesen. Wir sind es", heißt es von der SPD. Nach Angaben der Stadt steht nun eine Neuwahl an. 

Heino unterstützte Werner Esser

Wie der "Kölner Stadtanzeiger" schreibt, kam Esser kurz vor 18 Uhr von der Toilette zurück, fiel plötzlich um und verlor das Bewusstsein. Man habe noch versucht, ihn durch Mund-zu-Mund-Beatmung wiederzubeleben, zitiert die Zeitung einen Anwesenden, doch Esser sei nicht mehr zu sich gekommen. Der Notarzt habe den Mann auf die Intensivstation eines Krankenhaus gebracht, wo er starb.

Der Rechtsanwalt war lange als Bonner Stadtrat tätig und wurde bei seinem Wahlkampf von Schlagersänger Heino unterstützt, der ebenfalls in Bad Münstereifel wohnt. "Es ist alles ganz furchtbar. Offenbar waren die letzten Wochen für Werner eine extreme nervliche Belastung, er hat sich da so reingekniet", sagte der SPD-Landtagsabgeordnete Bernhard von Grünberg aus Bonn dem "Express".

Am 13. September haben wir Werner Esser verloren - einen liebevollen, herzlichen Menschen, einen echten Freund, einen...

Posted by SPD-Fraktion im Rat der Stadt Bonn on Monday, September 14, 2015


kis / DPA