Die neue FDP-Führung um Wolfgang Kubicki startet mit erheblichem Gegenwind in den Versuch, die Partei zurück in den Bundestag zu führen. Wie eine aktuelle Forsa-Umfrage für RTL und stern zeigt, traut nur jeder vierte Bundesbürger (25 Prozent) den Liberalen unter ihrem neuen Vorsitzenden ein politisches Comeback und den erneuten Sprung über die Fünf-Prozent-Hürde zu. 66 Prozent glauben nicht daran, neun Prozent äußern keine Meinung oder trauen sich keine Einschätzung zu.
Damit fällt die Skepsis gegenüber der FDP auch mehr als ein Jahr nach ihrem Ausscheiden aus dem Bundestag deutlich aus. Die Partei ringt weiterhin um ihre politische Neuaufstellung, nachdem sie nach dem Verlust ihrer parlamentarischen Vertretung bundesweit in Umfragen unter der Fünf-Prozent-Marke geblieben ist. Kubicki, langjähriger Bundestagsvizepräsident und eines der bekanntesten Gesichter der Liberalen, soll der Partei nun neuen Schwung verleihen.
Wolfgang Kubicki hat es bei SPD-Anhängern am schwersten
Besonders skeptisch sind Anhänger von SPD (80 Prozent), Linken (76 Prozent) und Grünen (75 Prozent). Selbst unter CDU/CSU-Anhängern glauben nur 26 Prozent an ein Comeback der FDP, bei AfD-Anhängern sind es 29 Prozent. Im Osten glauben mit 18 Prozent deutlich weniger an einen Aufschwung mit Kubicki als im Westen (26 Prozent).