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Ryanair und Co. Billigflieger heben die Preise an

Maschinen der Billigflieger Easyjet und Ryanair
Billigflieger wie Easyjet und Ryanair ziehen die Preise an
© Bernd Settnik / DPA
Wer günstig in den Urlaub fliegen möchte, erreicht mit Billigfliegern wie Eurowings und Easyjet immer mehr Ziele. Im Winterhalbjahr haben die Airlines aber nicht nur ihre Strecken ausgebaut, sondern auch an den Ticketpreisen geschraubt.

Billigflieger stellen aktuell gut 30 Prozent aller Flugverbindungen ab Deutschland bereit. Besonders Ryanair hat im Winterhalbjahr sein Streckennetz ausgebaut. Ein Blick auf die Preise verrät aber: Alle Low-Cost-Airlines verlangen mehr für die Tickets.

Start von teuren Flughäfen lässt Preise steigen

Eine Untersuchung des Deutschen Zetrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat ergeben, dass die Preise im Winterhalbjahr leicht gestiegen sind. Der durchschnittliche Bruttopreis für einen einfachen Flug samt Steuern, Gebühren und Zuschlägen kletterte demnach auf 53 bis 117 Euro - im Vorjahr waren es 44 bis 105 Euro. Gründe sind der steigende Ölpreis und die verstärkte Präsenz der Low-Cost-Airlines an den teureren Großflughäfen Frankfurt und Düsseldorf.

Der Preis sei aber moderater gestiegen als zu Beginn des Winterflugplans erwartet, erklärte DLR-Experte Peter Berster am Dienstag. Der Wettbewerb zwischen der Lufthansa-Tochter Eurowings und der britischen Airline Easyjet, die beide viele Strecken der insolventen Air Berlin übernahmen, habe "preisdämpfende Wirkung entfaltet". 

Das DLR ermittelt zweimal im Jahr für ihren "Low-Cost-Monitor" die Ticketpreise der Billigflieger. Dafür wählt sie repräsentativ Flugstrecken der in Deutschland bedeutenden Billig-Airlines aus - Eurowings, Ryanair, Easyjet und Wizz - und ermittelt Durchschnittspreise auf Grundlage verschiedener Vorausbuchungszeiträume von einem Tag bis drei Monate.

Ryanair und Easyjet dominieren Europa

Das größte Angebot hat nach der Air-Berlin-Übernahme Eurowings; die Lufthansa-Tochter hat einen Marktanteil von über 50 Prozent hierzulande. Danach folgen Ryanair mit 18,2 Prozent und Easyjet mit 16,7 Prozent. Das Gesamtnetz der Billigflieger umfasst 642 unterschiedliche Strecken - ein neuer Höchstwert, wie Berster erklärte.

Europaweit haben Ryanair und Easyjet die Nase vorn - Ryanair unterhält laut DLR knapp 2400 Verbindungen, Easyjet knapp 1200 Strecken. Beide Airlines bieten zusammen fast 50 Prozent aller Billigflüge in Europa an. In Europa ist das Angebot insgesamt um mehr als zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen.

fri AFP

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