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Hameln: Wo Ratten nach der Flöte tanzen

Wo Ratten nach der Flöte tanzen

"Hameln, diese schöne alte Stadt an der Weser ist für mich schon deshalb einen Besuch wert, weil ich dort geboren bin und dort noch viele Freunde habe", sagt Tim Gruse. Vor neun Jahren ist der 31-Jährige weggezogen, seit 1999 wohnt er mit seiner Frau Heike in Jena, die dort studiert, während er in Halle einen kleinen Metallbaubetrieb leitet.

Mindestens alle zwei Monate fährt das Paar mit Söhnchen Linus zur Verwandtschaft in die Rattenfängerstadt und versäumt nie, einen Gang durch die Altstadt zu machen, mit den aufwendig restaurierten Häusern der Weser-Renaissance und schönsten Fachwerkfassaden. "Dahinter sind viele kleine Geschäfte und gemütliche Lokale untergebracht", verrät der Ex-Hamelner begeistert und meint damit zum Beispiel das "Pfannekuchenhaus" oder das "Museumscafé" im 1562 erbauten Stiftsherrenhaus.

In der Fußgängerzone, kann man bei schönem Wetter und stilvoller Kulisse seinen Kaffee genießen. Heike Gruse gefallen auch die vielen Radwege durch die Stadt, während Sohn Linus seinen Spaß an der Rattenfänger-Legende hat, wie bei den sonntäglichen Aufführungen auf der Terrasse am Hochzeitshaus. Sogar in einem Musical wird die Sage um den Mann im bunten Rock mit dem Flötenspiel aufgegriffen, und Künstler haben in diesem Jahr Skulpturen der Nager entworfen, die auf diese Weise menschengroß nach Hameln zurückgekehrt sind.

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