HOME

Bahamas: Coco Cay: Auf dieser Spaßinsel dürfen sich nur Kreuzfahrtgäste vergnügen

Landgang der Superlative: Auf den Bahamas wurde die Privatinsel Coco Cay wiedereröffnet, die einer Kreuzfahrtreederei gehört. Im Gegensatz zu mancher Hafenstadt in der Karibik ist dieser Ort frei von Dreck, Armut und Problemen.

Die Insel Coco Cay gehört zu den Bahamas: Im Hintergrund liegt die "Oasis oft he Seas" am Kai. Die mehr als 6000 Passagiere unternehmen einen Tagessausflug auf ihre Trauminsel.

Die Insel Coco Cay gehört zu den Bahamas: Im Hintergrund liegt die "Oasis of the Seas" am Kai. Die mehr als 6000 Passagiere unternehmen einen Tagessausflug auf ihre Trauminsel.

Sie ist klein, lang und schmal: Nur einen Kilometer lang und knapp 200 Meter breit ist die kleine Insel. Mitten im türkisfarbigen Meer liegt 90 Kilometer nördlich von Nassau, der Hauptstadt der Bahamas, die Insel Little Stirrup Cay. Die US-Reederei, die sie gepachtet hat, nennt den Landstrich Coco Cay.

Einwohner gibt es hier nur eine wenige. Aber täglich kommen Tausende von Kreuzfahrtpassagieren, die mit den weißen Schiffen der Reederei Royal Caribbean International in den Morgenstunden anlanden. Über den Landesteg geht es in eine Welt, die den Urlaub auf einem Spaßschiff mit Wasserrutsche, Kletterwand und Surfsimulator an Land noch toppen möchte.

Alles ist noch größer und schriller als auf dem Schiff

Die früher bereits von der Reederei genutzte Insel wurde jetzt komplett neu gestaltet, und der Anleger für die größten Passagierschiffe der Welt fit gemacht: für die Flotte der Oasis-Klasse von Royal Caribbean International. Wenn die 360 Meter langen Mega-Liner festmachen, ergießt sich auf Coco Cay eine Menschenmenge von mehr als 6000 Tagesbesuchern, die sich sonst auf 16 Schiffsdecks übereinander tummeln.

Nach Angaben der Reederei wurden 250 Millionen US-Dollar in die Renovierung des Eilands gesteckt, das jetzt eine breite Palette von Entspannungsmöglichkeiten und Nervenkitzel bietet. Vom Süßwasserpool in der Inselmitte und den Sandstränden an Chill Island bis zu den Attraktionen wie der Zip-Line, einer Fahrt im Helium-Ballon bis auf 150 Meter Höhe über dem Meer oder Daredevil's Peak, der höchsten Wasserrutsche Nordamerikas.

Doch Coco Cay ist auch eine Cash Cow für die Reederei. Die meisten Attraktionen, die Action versprechen, sind kostenpflichtig. So werden für den Tagespass zum Wasserpark umgerechnet 69,52 Euro fällig. Die Preise variieren je nach dem Zeitpunkt von Buchung und Auslastung. Der "Perfect Day at Coco Cay" hat seinen Aufpreis.

Bis zum Jahresende folgt die Eröffnung weiterer Abschnitte, wie der exklusive und aufpreispflichtige Coco Beach Club. Die Reederei hat mit dem Upgrade ihre Insel fit für die Bedürfnisse insbesondere nordamerikanischer Kreuzfahrttouristen gemacht. Denn die Konkurrenz schläft nicht: Die östlich gelegene Nachbarinsel ist fest in Hand von Norwegian Cruise Line, dem Mitbewerber von Kreuzfahrten ab Miami.

Und MSC Cruises wird im November das Ocean Cay MSC Marine Reserve eröffnen. Die Privatinsel gehört zur Bimini-Inselgruppe der West-Bahamas und setzt auf ein Naturerlebnis statt auf Superlative und Attraktionen wie auf dem Deck eines Spaßschiffes.

Lesen Sie auch:

Wasserrutsche
Themen in diesem Artikel

Wissenscommunity