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Schock beim Whale-Watching Das war knapp: Kleiner Seehund flieht vor Killerwalen und hüpft ins Boot

Rettung in höchster Not. Passagier Nick Fraser nahm den Überlebenskünstler auf.
Rettung in höchster Not. Passagier Nick Fraser nahm den Kampf des kleinen Überlebenskünstlers auf.
© Kirk Fraser/Youtube
Killerwale verfolgten einen Seehund und warfen ihn durchs Meer. Da rettete sich der kleine Kerl auf das Boot von Whale-Watchern und schüttelte seine Verfolger ab.

Der kleine Seehund war total verzweifelt, Orcas jagten ihn im offenen Meer vor Vancouver Island. Wie konnte er entkommen? Da bemerkte er das Boot von Nick Templeman und - schwupps - sprang er auf den Tritt hinter den Außenbordern.

Seehund überrascht Touristen

Nick Templeman nahm das Spektakel mit seiner GoPro auf. Zuerst sieht man nur einen Orca, der hinter dem Seehund her ist. Aber als die Kamera ins Wasser taucht, kann man erkennen, dass er ein paar hungrige Artgenossen mitgebracht hat.

Templeman gehört eine Firma für Outdoor-Exkursionen, die Campbell River Whale and Bear Excursions. Er hatte ein paar Ausflügler mit an Bord, als sich der Vorfall ereignete. Seine Gruppe habe die Orcas schon etwa eine halbe Stunde beobachtet, sagte er dem TV-Sender CBC, bevor die Orcas plötzlich anfingen, etwas zu jagen.

"Der Seehund wurde von den Orcas schon ein paar Mal herumgeworfen und untergetaucht, bevor er sich an Bord retten konnte." Die Passagiere an Bord waren ziemlich verblüfft, ermunterten den tierischen Trittbrettfahrer aber sofort, besser bei ihnen zu bleiben: "Bleib bloß hier, okay! Verdammt noch mal spring jetzt nicht runter", hört man auf dem Video.

Passagiere fürchteten die Killerwale 

Nick Fraser war einer der Passagiere, er sprach mit Gobal News CA: "Auf einmal war der Seehund ganz nahe und starrte unser Boot an. Und als nächstes krabbelte er schon an Deck. Das war das erste Mal in meinem Leben, dass ich Killerwale gesehen habe. Und ja, wir hatten schon Angst vor den Orcas. Sie hätten das Boot zum Kentern bringen können. Unser Schlauchboot war ja kaum größer als so ein Wal."

Seehund wartet ab und siegte

Aber nichts geschah, die Orcas umrundeten das Boot, attackierten es aber nicht. In den Videoclips kann man beobachten, wie der Seehund mehrmals versucht, doch noch im Wasser zu entkommen. Er versucht sogar, sich unter Wasser zwischen den Propellern zu verbergen. Aber immer wieder kehrt er auf das rettende Boot zurück und sucht schließlich Schutz hinter den Motoren. Kein Wunder, seine Chancen im Wasser standen denkbar schlecht. Insgesamt drei Orcas warteten zwischendurch auf den leckeren Happen. Nachdem die Killerwale etwa 30 bis 40 Minuten das Boot umkreisten, ohne dass etwas geschah, gaben sie endlich auf und verschwanden.

Die Geschichte hat ein Happy End: Am Ende des Clips sieht man, wie der Seehund unbehelligt im Meer davon schwimmt. Die Besatzung gratuliert ihm zu seiner Aktion: "Gut gemacht, Junge. Du hast es überstanden." Auf Facebook schrieb Templeman: "Das war der aufregendste Kampf, den ich in 20 Jahren beobachtet habe. Das war eine Begegnung - dieser Seehund ist ein echter Überlebenskünstler."


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