HOME

Rückholflug: Sicherheitsoffizier feuert mit Kalaschnikow auf Airbus von Air France

Der Airbus A330 war nach Afrika geflogen, um dort wegen des Coronavirus festsitzende Franzosen abzuholen. Kurz bevor die Passagiere am Sonntag an Bord gehen wollen, hören sie Schüsse. Mehrere Kugeln durchlöchern den Jet.

Ein Airbus A330-200 von Air France. Eine Maschine diesen Typs war am Samstag nach Pointe-Noire im Kongo geflogen.

Ein Airbus A330-200 von Air France. Eine Maschine diesen Typs war am Samstag nach Pointe-Noire im Kongo geflogen.

Picture Alliance

Es war ein besonderer Flug, der unter der ungewöhnlichen Nummer AF373V am Morgen des 11. April auf dem Charles de Gaulle Flughafen in Paris gestartet war. Ziel dieses Rückholfluges mit einem Airbus A330 war Antonio Agostinho Airport der Stadt Pointe-Noire im Kongo, der neben Brazzaville einzige internationale Flughafen der zentralafrikanischen Republik Kongo.

Nach siebeneinhalb Stunden Flugzeit landete der Großraumjet gegen 17 Uhr Ortszeit in Point Noire, um die dort ungefähr 100 wartenden französischen Staatsbürger aufzunehmen und sie sicher nach Paris zurückzubringen. Doch während der Flugvorbereitung für AF 4145 sei es am Flughafen zu einer Auseinandersetzung gekommen, wie Medien berichten.

Sicherheitsoffizier drückt ab

"Am Standplatz (des Flugzeuges) in Pointe-Noire waren ohne Passagiere oder Besatzungsmitglieder an Bord zwei Schüsse zu hören", schreibt die Website "airlive.net".

"Der Airbus A330-200 mit Registrierung F-GZCK wurde beschädigt." Eine der Kugeln traf die Unterseite des Rumpfes an einer sehr markanten Stelle, ein anderes Projektil landete als Abpraller auf dem Vorfeld.

Ein auf Youtube hochgeladenes Video zeigt die Schäden an der 17 Jahre alten Maschine. An einen Weiterflug war aufgrund des Durchschlags und der damit nicht mehr gesicherten Druckkabine nicht mehr gewährleistet.

Unter strengen Maßnahmen kehren die 32 Schüler mit dem Segler nach Deutschland zurück

Bei dem Schützen soll es sich um einen Offizier der Flughafenbrigade handeln. Er soll vermutlich unter Alkoholeinfluss gewesen sein, als er seine Kalaschnikow entsicherte und zweimal abdrückte. Er wurde sofort verhaftet. Auch hat sich das Land für den Vorfall offiziell entschuldigt.

Air France hat inzwischen als Ersatz eine Boeing 777 nach Pointe-Noire geschickt. Dieser Flug sollte am Montag die wartenden Franzosen via Bangui, der Hauptstadt der Zentralafrikanischen Republik, zurück nach Frankreich bringen. Doch bisher ist der Jet nicht gestartet.

Quellen: www.airlive.net

Lesen Sie auch:


tib

Wissenscommunity