HOME

TWA Hotel: Zeitreise in die 1960er Jahre: ein Besuch in der Retro-Lounge über den Dächern Manhattans

Blick zurück in ein großes Kapitel der Luftfahrt und über New York City: In einem der obersten Stockwerke des One World Trade Center erinnert die TWA Lounge an eine vergessene Airline und wirbt für ein Hotelprojekt.

Runde Retro-Formen empfangen den Besucher in der 86. Etage des One World Trade Center in Manhattan...

Runde Retro-Formen empfangen den Besucher in der 86. Etage des One World Trade Center in Manhattan...

Was für ein fantastischer Ausblick auf Lower Manhattan und was für eine Geräuschkulisse: Beim Betreten des TWA Lounge im 96. Stockwerk des One World Trade Center in Manhattan wechseln unter lautem Rattern auf der analogen Anzeigetafel gerade die Städtenamen: London, Istanbul, Kansas City. So wie früher am Flughafen, als es noch keine digitalen Bildschirm gab.

Dazu ertönen die Melodien von Frank Sinatra, Dean Martin und den Beatles. Die 60er Jahre feiern hier hoch über Manhattan ihre Wiederauferstehung. Nur vier Etagen unterhalb New Yorks höchster Aussichtsplattform hat die Hotel-Entwicklungsfirma MCR einen Retro-Raum geschaffen, der an die glamouröse Zeit der Luftfahrt erinnert - an die frühen 60er Jahre. Damals waren Flugreisen noch etwas Besonderes und einer Elite vorbehalten.

Der Beginn des Jet-Zeitalters

Alles dreht sich nur um eine Fluglinie, um Trans World Airlines (TWA), die 1939 von dem legendären Howard Hughes aufgekauft wurde. Der Flugpionier ist vielen aus dem Film "The Aviator" mit Leonardo DiCaprio in der Hauptrolle bekannt. Mit dem Hughes angeregten viermotorigen Propellerflugzeug, der eleganten Lockheed Super Constellation, wurde TWA nach Pan Am die zweitgrößte Airline der Welt.

Für das internationale Drehkreuz in New York entwarf der finnische Architekt in den frühen 60er Jahren revolutionäres Terminal: das TWA Flight Center. Das futuristische Gebäude sieht mit seinem Tonnengewölbe wie ein Flugdinosaurier mit ausgebreiteten Schwingen aus und steht seit den 90er Jahren unter Denkmalschutz.

Nach dem Absturz eines Jumbojets 1996 von TWA kurz nach dem Start in New York, dem Niedergang der Fluglinie und der Übernahme durch American Airlines 2001 war die Zukunft der Abflughalle ungewiss. 2014 gab es Überlegungen, die Architekturikone in ein Luftfahrtmuseum umzufunktionieren. Doch dann fiel die Entscheidung zugunsten eines Hotelprojektes, dem TWA Hotel.

Hoteleröffnung im Jahr 2019

Die Wahl fiel auf die Firmen Morse Development und MCR, einem der größten Hotelbesitzer in den Vereinigten Staaten, der unter anderem in Manhattan das High Line Hotel betreibt. Die ehemalige Abflughalle wird unter strengen denkmalpflegerischen Auflagen zum Kongresscenter umgebaut, um das sich die halbkreisförmig zwei neuen Gebäudeteile mit 512 Gästezimmern gruppieren.

Die Eröffnung des ungewöhnlichen Flughafenhotels ist für 2019 geplant. MCR setzt nicht nur auf gestrandete Passagiere, die unerwartet eine Übernachtungsmöglichkeiten am JFK Airport suchen, sondern auf Individualreisende, die ein hohes Interesse an Architektur und Luftfahrt haben.

+++ Lesen Sie auch: "Pima Air Museum in Arizona - Flugzeuge auf der Wüsten-Schlachtbank" +++

Nach mehr als sechs Stunden Flugzeit wird es draußen hell. Bis zu 165.000 Liter Kerosin fassen die Tanks der zweimotorigen Maschine. Das verschafft dem Airbus A350 eine Reichweite von bis zu 18.000 Kilometern.


Wissenscommunity

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.