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Reiseportale: Klick, klick und weg

Wer im Internet seine Reisen bucht, fischt oft im Trüben. Nur die wirklich guten Preisvergleichsportale finden die wahren Schätze im Netz.

Von Dominik Peter

Als der Urlaub noch mit einem Beratungsgespräch im Reisebüro begann, gab es diese Art von Problemen nicht. Auf dem Tisch stand eine Schüssel saure Drops, es gab einen Stapel Kataloge und freundliche Menschen, die einem halfen, die Angebote für Hotels, Flüge und Mietwagen zu vergleichen. Heute wühlen sich immer mehr Urlauber am liebsten selbst durch die Schnäppchen des Internets. Und verlieren dabei leicht den Überblick. Dabei brauchen sie auf Beratung gar nicht zu verzichten: Preisvergleichsportale suchen nach den besten Angeboten. Ob Flug, Hotel oder Kreuzfahrt - für beinahe jede Urlaubsleistung gibt es mittlerweile einen Online-Suchdienst.

Anders als gewöhnliche Reiseportale wie Expedia oder Opodo fungieren Vergleichsportale als Metasuchmaschinen. Sie fragen nicht nur Anbieterseiten direkt, sondern auch andere Online-Reisebüros ab. Doch diesem Anspruch werden nicht alle gerecht. Viele Vergleichsportale durchforsten nicht das gesamte Preisdickicht, sondern sparen weite Teile aus. Wer bei TravelSumo oder Kayak nach einem günstigen Flug von Berlin nach London sucht, bekommt nicht die Verbindungen von Ryanair aufgelistet. Der irische Billigflieger ist jedoch einer der günstigsten Anbieter überhaupt.

Preise und Rechte

Gute Vergleichsportale spüren dagegen alle relevanten Anbieter auf. "Wir fragen grundsätzlich die Angebote der Preisführer ab. Ryanair gehört unbedingt dazu", sagt Jürgen Zupancic, Geschäftsführer von Discountflieger.de. Mobissimo ist ein weiterer Anbieter, der preisbewusste Passagiere umfassend bedient. Ein gutes Reiseportal informiert zudem über die Rechte, wenn zum Beispiel der Flug verpasst oder gestrichen wurde.

Auch bei der Suche nach Hotels locken Preisvergleichsportale ihre Kunden nicht immer auf die richtige Fährte. Einige erweisen sich nur bei bestimmten Hotelkategorien als gute Spürnasen. In anderen Preissegmenten schwächeln sie. So lauern die besten Schnäppchen oft im Fünf-Sterne-Bereich. Wer zum Beispiel in Bangkok, der Hauptstadt der erschwinglichen Luxusherbergen, entsprechend übernachten will, findet weder bei kinkaa noch bei TravelSumo die Häuser von Four Seasons, einer der weltweit führenden Luxusketten. Gute Preisdetektive wie McHotel recherchieren dagegen auch im Topsegment - inklusive Four Seasons.

Inklusive Nutzerbewertungen

Die besten Vergleichsportale geben ihren Nutzern zusätzliche hilfreiche Infos an die Hand. Der Hotel-Vergleicher trivago beispielsweise gehört wegen seiner akribischen Arbeit beim Aufspüren der besten Preise zu den Top-Portalen. Und er bietet außer den üblichen Schnäppchen auch Hotelbewertungen von Nutzern des Portals an. Hotelgäste in spe können sich so relativ breit gefächert darüber informieren, welches Haus am besten den eigenen Vorstellungen entspricht.

Das Mietwagenportal billiger-miet wagen.de geht sogar noch einen Schritt weiter - und hat seine Bewertungen zu regelrechten Verbraucherinfos ausgebaut. "Was nützt die günstigste Wagenmiete, wenn im Schadensfall hohe Kosten und viel Ärger folgen", sagt Frieder Bechtel von billiger-mietwagen.de. "Deshalb bietet unsere Seite ein spezielles Bewertungssystem. Der Kunde kann auf einen Blick erkennen, ob frühere Schadensabwicklungen beim Mietwagenanbieter reibungslos verlaufen sind."

Allerdings sollte man sich niemals nur auf ein Portal allein verlassen. Denn es ist wie früher im Reisebüro: Womöglich gibt es bei der Konkurrenz die gewünschte Reise noch ein paar Euro günstiger.

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Themen in diesem Artikel
Kindesunterhalt für volljähriges Kind ohne Zielstrebigkeit
Mein Kind ist 19 Jahre alt und lebt im Haushalt der Mutter. Es hat im Juli 2017 seine Schule nach der 10. Klasse dann mit Hauptschulabschluss verlassen. Danach wollte es auf einer Berfsfachschule Einzelhandel seinen Realschulabschluss nachholen (2 Jahre). Es besuchte die Schule im ersten Halbjahr nicht wirklich regelmäßig und im zweiten Halbjahr dann so gut wie gar nicht mehr. (zum Ende hin, ist es gar nicht mehr zur Schule gegangen) Das notwendige zweite Jahr ging es dann gar nicht mehr an. Stattdessen hat es sich für ein freiwilliges Soziales Jahr beworben und geht hier mehr oder weniger regelmäßig hin. Nun möchte es das FSJ abbrechen und wieder seinen Realschulabschluss nachholen. Dies soll in Vollzeit an der Volkshochschule geschehen. Zwischendurch ist immer wieder die Rede von verschiedenen Ausbildungen. Ein wirkliches Konzept, oder Interesse ist aber auch hier nicht erkennbar. Mal kommt es mit dem Berufswunsch Tierarzthelfer/In, mal mit Immobilienkaufmann/-Frau, oder Ähnlichem. Informationen über freie Stellen, oder Inhalte des Berufs und der Ausbildung können nicht genannt werden. Bei laufenden Bewerbungen am Ball zu bleiben liegt ihm auch nicht wirklich. Hab die Bewerbung ja hingeschickt, damit soll es dann auch gut sein. Langsam drängt sich mir der Verdacht auf, es sucht sich den bequemsten Weg heraus und verlässt sich auf meine nicht unerheblichen Unterhaltszahlungen. Frei nach dem Motto: Was soll ich mich kümmern, Väterchen muss ja zahlen, solange ich Schule oder Ausbildung mache. Um meinem Kind Anreize zu geben, endlich Zielstrebigkeit zu entwickeln, habe ich schon über die Kürzung bzw. Einstellung des Unterhals nachgedacht. Wie verhält sich das rechtlich, bzw. was kann ich tun?