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Wieder Probleme durch Aschewolke: Spanien sperrt Teile des Luftraums

Eine aus Island kommende Wolke aus Vulkan-Asche sorgt erneut für Behinderungen im europäischen Luftverkehr. Wie die Flugsicherung Eurocontrol am Samstag mitteilte, breitet sich die Wolke im Tagesverlauf wahrscheinlich in Richtung Süden nach Portugal und möglicherweise in östlicher Richtung bis nach Barcelona und zur französischen Stadt Marseille aus.

Eine Aschewolke des isländischen Vulkans Eyjafjöll bereitet dem Flugverkehr in Teilen Europas erneut Probleme. Auf 15 Flughäfen im Nordes Spaniens durften bis zum frühen Abend keine Flugzeuge starten oder landen, wie die spanische Luftfahrtbehörde AENA am Samstag mitteilte. Die portugiesischen Behörden warnten vor Störungen des Flugverkehrs in Porto, Lissabon und Faro.

Die AENA hatte bereits am Freitagabend die Sperrung der Flughäfen in Santiago de Compostela, La Coruña und Vigo angeordnet. Am Samstag wurden dann auch die ebenfalls im Norden des Landes gelegenen Airports in Asturien, Bilbao, Burgos, La Rioja, León, Pamplona, Salamanca, San Sebastián, Santander, Saragossa, Valladolid und Vitoria gesperrt. Der nordspanische Luftraum sollte den Angaben zufolge mindestens bis 18.00 Uhr geschlossen bleiben.

Auch auf den Flughäfen der nordportugiesischen Hafenstadt Porto sowie in Lissabon und Faro im Süden des Landes kam es zu Beeinträchtigungen, die bis zum frühen Nachmittag anhalten sollten. Wie die Flughafenbehörde ANA mitteilte, wurden insgesamt 104 Flüge gestrichen. In Porto wurden für Samstag alle Flüge von Billig-Fluglinien gestrichen.

Am Samstagabend wurde die Aschewolke auch im Süden Frankreichs erwartet, wie der französische Wetterdienst mitteilte. Die Vulkanasche in einer Höhe von bis zu 6000 Kilometern sei so dicht, dass sie den Luftverkehr behindern könne.

Am Freitag waren im Westen Irlands wegen der Vulkanasche erneut mehrere Flughäfen kurzzeitig geschlossen worden. Der isländische Vulkan Eyjafjöll spuckt nach Angaben von Meteorologen derzeit wieder mehr Asche aus.

Im April hatte der Vulkan fast den gesamten europäischen Luftverkehr rund eine Woche lang lahmgelegt. Die Schließung von hunderten Flughäfen hatte ein beispielloses Chaos ausgelöst, mehr als acht Millionen Reisende saßen fest. In Deutschland war der Luftraum für viereinhalb Tage ganz oder teilweise gesperrt. Allein hierzulande fielen rund 40.000 Flüge aus.

AFP/Reuters / Reuters

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