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Haft in Russland US-Basketballerin Griner begründet vor Gericht ihren Cannabis-Besitz

Sehen Sie im Video: Verteidiger von US-Basketballerin Griner setzen auf medizinisches Cannabis.




US-Basketballstar Brittney Griner ist am Freitag erneut vor Gericht in Chimki bei Moskau erschienen. Der Amerikanerin drohen in einem Drogenprozess bis zu zehn Jahre Gefängnis. Letzte Woche hatte sich Griner des Mitführens von Verdampfer-Patronen mit Cannabisöl schuldig bekannt, sagte aber, sie habe nicht die Absicht gehabt, gegen russisches Recht zu verstoßen. Bei der Sitzung am Freitag nun präsentierte das Verteidigungsteam Beweise, um dies zu belegen. Die Verteidiger gaben nun an, Griner sei medizinisches Cannabis von einem Arzt verschrieben worden. Eine Vertreterin der US-Botschaft in Moskau sagte, die Regierung werde alles tun, um in Russland zu unrecht inhaftierte US-Bürger freizubekommen. Die nächste Anhörung soll Ende Juli stattfinden. Griner war am 17. Februar auf einem Moskauer Flughafen in Gewahrsam genommen worden. Nach Monaten der Untersuchungshaft wurde sie wegen vorsätzlicher Einfuhr von Betäubungsmitteln angeklagt. Washington hat die Inhaftierung von Griner heftig kritisiert. Die russischen Behörden erklärten, der Prozess sei trotz der angespannten Beziehungen zu den Vereinigten Staaten nicht als politisch motiviert anzusehen. Moskau reagierte zuletzt auf Spekulationen, Griner könnte gegen einen in den Vereinigten Staaten inhaftierten russischen Staatsbürger ausgetauscht werden. Bei den Vermutungen handele es sich um "Rummel", der in Griners Fall nicht hilfreich sei, so der stellvertretende russische Außenminister.
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Im Februar ist US-Basketballerin Brittney Griner auf einem Moskauer Flughafen in Gewahrsam genommen worden – wegen Drogenbesitzes. Ihre Verteidiger präsentieren dem Gericht nun einen Grund für ihren Drogenbesitz.

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