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Neue Rennstrecke Schumacher und Co. erwartet im Formel-1-Rennen in Saudi-Arabien ein "ultraschnelles Monaco"

Formel 1 Saudi Arabien
Formel-1-Pilot Lewis Hamilton aus Großbritannien vom Team Mercedes auf der Strecke in Katar
© Hasan Bratic / Picture Alliance
Trotz zweifelhafter Zustände beim Thema Menschenrechtsverletzungen, macht die Formel 1 in Zukunft auch in Saudi-Arabien Halt. Am kommenden Wochenende fahren Vettel, Hamilton, Verstappen und Co. das erste Mal auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke.

Dieser Beitrag erschien zuerst bei RTL.de

Nach dem heißen Triple-Header gönnt sich die Formel 1 ein freies Wochenende zum Durchschnaufen, ehe ein ganz neues Abenteuer wartet: das Premiere-Rennen in Saudi-Arabien (Sonntag, 5.12., LIVE ab 17.15 Uhr bei RTL)! Bis die Königsklasse in der Küstenstadt Dschidda ankommt, soll rechtzeitig alles fertig werden, davon ist Streckenarchitekt Hermann Tilke überzeugt. Im exklusiven RTL-Interview verrät er uns, worauf sich die Fans freuen dürfen: Ein Rennen wie in einem "ultraschnellen Monaco", Überholmanöver, Rad-an-Rad-Duelle durch die Kurven hindurch und ein Topspeed von rund 350 km/h.

Saudi Arabien: Eine Rennstrecke mitten in der Stadt

Der große Unterschied zwischen dem Kurs in Saudi-Arabien und den engen Straßen im Fürstentum: In Dschidda gibt es "keinen richtigen Stadtkurs. Die Strecke ist zwar in der Stadt, aber da ist alles neu gebaut. Wie eine richtige permanente Rennstrecke", erklärt Tilke.

"Es ist ja eigentlich die alte Motorrad-Strecke. Es gibt eine lange Gerade von 1,1 km glaube ich. Und danach sind es einfach nur sehr flüssige Kurven." Langsam geht es dort für Lewis Hamilton, Max Verstappen und Co. also nicht zu: Der erwartete Topspeed soll laut Tilke bei "ungefähr 350-355 Stundenkilometern" liegen, dazu gibt es wohl "eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 250 Stundenkilometern, das ist ordentlich".

Ein schnelles Rennen mit hoher Reifenbelastung

Ob sich die Fans und RTL-Zuschauer also auf ein Rennen wie in einem "ultraschnellen Monaco" freuen dürfen? "Ich vermute ja", meint Tilke. "Weil da sehr viele schnelle Kurven drin sind, die einfach nur mit Vollgas durchfahren werden. Aber dann auch wieder schnelle Kurven, die kurz angelupft werden, und das wird eine große Herausforderung sein."

Ultraschnell und strategisch wohl keinesfalls langweilig, denn Tilke weiß: "Vor allen Dingen die Reifen werden sehr stark belastet." Außerdem soll es an manchen Stellen auch möglich sein, "zu zweit durch die Kurve durch" zu kommen. Nicht nur Hamilton und Verstappen könnte das freuen.

"Es wird sich zeigen, wie sich dort überholen lässt, aber das ist schon möglich. Ich glaube auch, das wird ein interessantes Rennen", hält der Star-Streckenarchitekt fest und blickt der Premiere gespannt entgegen.

Formel 1 Streckenarchitekt mit fragwürdiger Aussage: "Wir haben nicht festgestellt, dass es dort menschenrechtliche Probleme gibt"

Über die Stimmung in Dschidda berichtet der 66-Jährige, dass sie "sehr enthusiastisch" sei, die Menschen dort "wollen das". Die Formel 1 hat zusätzlich zum Ausweich-Rennen 2021 einen langfristigen Vertrag mit Saudi-Arabien abgeschlossen, wird dort in Zukunft jede Saison Station machen. Trotz der großen Kritik an der Menschenrechtslage am Land.

"Wir haben nicht festgestellt, dass es dort menschenrechtliche Probleme gibt", meint Tilke. "Wir konnten das nicht feststellen − und das war auch gut so." Saudi-Arabien sei in seinen Augen "im Prozess des Öffnens". Und dazu zählt auch, für die Welt der F1 künftig Gastgeber zu sein.

ssc / ana / RLT.de

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