VG-Wort Pixel

Formel 1 Formel 1 - Der neue Mercedes vorgestellt


Kompakter, effizienter, leichter - Mercedes hat mit dem neuen F1 W03 den Rennwagen für die neue Formel 1-Saison präsentiert. Auf dem Reißbrett und in der Simulation übertrifft er den Vorgänger in fast allen Bereichen, aber ist er auch siegfähig?

26 Tage vor Saisonauftakt ist er dann doch endlich fertig geworden. Als letztes Topteam der Formel 1 hat nun auch Mercedes auf dem Circuit de Catalunya nahe Barcelona seinen neuen Wagen vorgestellt.

Kompakter, effizienter und vor allem leichter als sein Vorgänger soll der F1 W03 sein, heißt es auf der offiziellen Homepage der Formel 1. "Das ist das Auto, auf das - so hoffe und glaube ich - das Team stolz sein darf und das uns auf der Strecke die erhofften Resultate bringt, für die jeder so hart gearbeitet hat", verspricht sich Teamchef Ross Brawn dort vom neuen Auto nicht weniger als ein Ende der Negativserie nach zwei sieglosen Jahren.

"Tage wie dieser sind irgendwie spezielle Momente, voller Hoffnung und Vorfreude", erklärte Michael Schumacher laut Pressemitteilung anlässlich der feierlichen Enthüllung und zielte mit dieser Aussage in eine ähnliche Richtung wie sein Chef.

Rosberg lobt den neuen Mercedes

4500 Einzelteile und damit 200 mehr als beim Vorgängermodell hatten die Techniker und Ingenieure für den neuen Boliden zusammengesetzt. Offenbar gelang das zur Zufriedenheit der Fahrer. "Alle Teile harmonieren zusammen", freute sich Nico Rosberg, nachdem er vor einer Woche für Filmaufnahmen in Silverstone die ersten Testrunden im neuen Wagen gedreht hatte.

"Die Nase ist sicher gewöhnungsbedürftig, trotzdem ist der W03 eine elegante Interpretation der derzeitigen Regularien und eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Vorgängermodell", ergänzte Brawn laut bbc.co.uk. Optisch fällt am neuen Wagen, neben dem auch bei Mercedes in der Tat sehr markanten Fronthöcker, vor allem die lange und dünne Nasenspitze auf. Sie ähnelt einer Pfeilspitze und bekam von einigen Zeitungen bereits den Spitznamen "Storchenschnabel" verpasst.

Ein weiteres Merkmal des neuen Mercedes ist der verlängerte Radstand, der für mehr Platz zwischen den Vorderrädern und den Seitenkästen sorgt. Er soll dafür sorgen, dass sich die von der Front aufgewirbelte Luft schneller beruhigen kann und sich so nicht negativ auf das Fahrverhalten auswirkt. Außerdem erscheinen die Seitenkästen vorne flacher als beim Vorgänger, fallen nach hinten langsamer ab. Insgesamt verspricht sich Mercedes davon eine verbesserte Strömung zum Heckflügel.

Schumacher fiebert Saisonstart entgegen

Optimistisch ist man ob der vielen Veränderungen und Verbesserungen im Hause Mercedes. "Wir sind so gut vorbereitet wie noch nie“, strahlte Brawn. Doch mit Prognosen, ob das Team dadurch nun auch tatsächlich siegfähig geworden ist, halten sich die Verantwortlichen zurück.

Zwar kündigte Norbert Haug an: "Unser langfristiges Ziel ist, zu regelmäßigen Anwärtern auf Rennsiege und den WM-Titel zu werden und dann ein weiteres Kapitel in der langen Erfolgsgeschichte der Silberpfeile zu schreiben." Doch auf einen genauen Zeitplan wollte er sich nicht festnageln lassen.

Die ersten Testfahrten könnten zumindest einen kleinen Vorgeschmack darauf geben, was der Mercedes zu leisten imstande ist. In den nächsten zwei Wochen stehen acht volle Testtage auf dem Programm. "Erst dann werden wir sehen, wie groß die Schritte sind, die wir bei der Entwicklung des neuen Autos gemacht haben“, erklärte Schumacher laut autosport.com. "Ich kann die neue Saison kaum abwarten."

sportal.de sportal

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker