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FORMEL 1: McLaren verliert Chefdesigner an Jaguar

Nach Problemen in den Rennen ist McLaren Mercedes jetzt auch noch seinen Technischen Direktor los.

Nach Problemen in den Rennen ist McLaren Mercedes jetzt auch noch seinen Konstrukteur los. Adrian Newey, aus dessen Feder alle McLaren Mercedes-Renner stammen, wird ab August 2002 für Niki Laudas Jaguar Racing Team arbeiten.

»Schnäppchen«

Jaguar Racing Chef Bobby Rahal zeigte sich natürlich zufrieden über das Schnäppchen, das ihm sein Renndirektor Niki Lauda da ins Boot geholt hat. Rahal und Newey kennen sich aus der Indy-Car-Rennserie und sind eng befreundet. »Ich bin begeistert, Adrian an Bord zu haben. Das verspricht eine sehr spannende Zeit für Jaguar zu werden«, sagte Rahal, der zusammen mit Newey und Laude Jaguar Racing siegfähig machen möchte.

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McLaren vom Pech verfolgt:

stern.de: Starker Abgang von Pechvogel Coulthard

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Superstar

Hinter den Kulissen gilt Newey als der heimliche Superstar der Formel 1. Sechs der Formel-1-Boliden, die in den letzten neun Jahren die Weltmeisterschaft gewannen, wurden von Newey und seinen jeweiligen Teams entwickelt. Dabei gewannen die Wagen im Durchschnitt 50 Prozent der Rennen.

Aufwind für Jaguar

Ein Leistungsschub würde den traditionsreichen Raubkatzen gut zu Gesicht stehen. Momentan sind Niki Laudas Fahrer zwar recht konstant unterwegs, können aber mit den echten Spitzenteams nur mithalten, wenn sich Konkurrenten wie BMW und Jordan Ausrutscher leisten. So geschehen beim Grand Prix von Monaco, wo sich Eddie Irvine erstmals auf dem Siegerpodest blicken ließ. »Mit Jaguar Racing hat Adrian die Möglichkeit, einem der bedeutendsten Namen des Rennsports wieder an die Spitze der Formel 1 zu verhelfen«, untermauerte Bobby Rahal die großen Ziele, die er mit seinem zukünftigen Chefdesigner hat.

Zukunft bei McLaren?

Obwohl Neweys Vertrag erst im August 2002 ausläuft, muss man sich bei McLaren Mercedes nun nicht nur mit bockigen Autos herumschlagen, sondern sich auch nach einem Ersatz für Newey umsehen. Der räumt zwar ein sich in der Zwischenzeit voll auf die Arbeit bei McLaren konzentrieren zu wollen, doch ist es mehr als fraglich ob Mercedes- Motorsportchef Norbert Haug Newey unter diesen Umständen überhaupt noch im Team haben möchte.

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