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FORMEL 1: Rettung für Prost-Rennstall?

Eine Gruppe von Investoren will den angeschlagenen Formel-1-Rennstall übernehmen. Damit wären die Tage von Alain Prost als Rennstallbesitzer gezählt.

Der finanziell angeschlagene Formel-1- Rennstall des viermaligen Weltmeisters Alain Prost soll mit einer Finanzspritze von rund 40 Millionen Dollar (35,6 Mio Euro) gerettet werden. Diese Summe oder mehr will eine Gruppe von Investoren, bestehend aus französischen Industriellen und Geschäftsleuten, investieren, um doch noch den Start des Rennstalls in der WM-Saison 2002 zu ermöglichen, hieß es am Montag in Paris. Die Gruppe will die Mehrheit am Rennstall übernehmen, Alain Prost soll Sportlicher Direktor werden. Eine endgültige Entscheidung sei aber noch nicht gefallen, hieß es.

Was geschieht mit Frentzen?

Unterdessen wartet Formel-1-Pilot Heinz-Harald Frentzen noch mit seiner Unterschrift bei einem Konkurrenz-Team. Der 34 Jahre alte Rheinländer hat noch einen Vertrag mit dem Prost-Rennstall. »Es ist weiterhin alles offen«, sagte sein Berater Monte Field am Montag der Nachrichtenagentur dpa. Bislang deutete alles auf einen Wechsel des Mönchengladbachers zum Team Arrows hin. »Wir sprechen mit Arrows. Aber es ist nichts unterschrieben«, so das Frentzen-Management.

Frentzen steht seit längerem in Verhandlungen mit dem britischen Arrows-Rennstall. Teamkollege soll der Brasilianer Enrique Bernoldi werden. Allerdings hat sich eine endgültige Entscheidung bislang verzögert.

Ein Rennstall für einen Euro

Zur Rettung des Prost-Rennstalls sollen die Verhandlungen in dieser Woche fortgeführt werden, nachdem erste Kontakte vergangenen Donnerstag aufgenommen worden waren. Die Investorengruppe will für den Rennstall einen symbolischen Preis von einem Euro zahlen, dafür aber die Schulden des Rennstalls von rund 30,5 Millionen Euro übernehmen.

Ende November war für den Prost-Rennstall mit 300 Beschäftigten vom Handelsgericht in Versailles ein Sanierungsverfahren eingeleitet worden. Zugleich wurde Prost eine Frist bis zum 15. Januar gesetzt, um Geld, Investoren oder Käufer aufzutreiben.

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