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Formel 1 Vettel siegt in Indien - Nächster Unfall von Hamilton


Während Sebastian Vettel bei der Premiere in Indien einen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg feiern durfte, kam es im Feld mal wieder zu einer Kollision zwischen Lewis Hamilton und Felipe Massa. Die derzeitigen Lieblings-Feinde der Formel 1 kollidierten in Runde 24, ausnahmsweise traf den McLaren-Piloten aber keine Schuld.

Sebastian Vettel lässt einfach nicht locker und hat auch den Premieren-GP in Indien souverän gewonnen. Auf dem neuen Buddh International Circuit erwischte Vettel einen guten Start, führte das Feld ab der ersten Runde an und feierte seinen elften Saisonsieg.

Red Bulls Strategie hieß eigentlich Mark Webber so weit vorne wie möglich zu platzieren, um dem Australier den Vize-Titel zu ermöglichen. Das klappte aber nicht, denn Webber verpasste als Vierter das Podium und bleibt damit auch auf dem vierten Rang in der WM-Wertung. Seine direkten Konkurrenten standen neben Vettel auf dem Podest, Jenson Button wurde in Indien Zweiter, Fernando Alonso sicherte sich Rang drei.

Vettel kann in den verbleibenden beiden Saisonrennen noch den Rekord von Michael Schumacher von 13 Siegen aus dem Jahr 2004 einstellen. Zweitbester Deutscher auf dem staubigen Kurs vor den Toren der Hauptstadt Neu Delhi war Mercedes-Pilot Schumacher. Der 42-Jährige stürmte von Startplatz elf noch auf Rang fünf und lag direkt vor seinem Teamkollegen Nico Rosberg. Adrian Sutil rettete beim Heimrennen seines Sahara-Force-India-Teams als Neunter zwei WM-Punkte. Timo Glock schied schon nach der ersten Runde aus.

Und wieder Hamilton vs. Massa

Für den besonderen Gesprächsstoff sorgten aber mal wieder Felipe Massa und Lewis Hamilton. In der 24. Runde wollte Hamilton den Ferrari-Piloten überholen, Massa hatte aber etwas dagegen, zog nach innen und schoss seinen derzeitigen Lieblings-Feind ab.

Die Strafe folgte in doppelter Hinsicht, zunächst verhängte die Rennleitung eine Durchfahrtsstrafe gegen Massa und in der 34. Runde machte er den gleichen Fehler wie im Qualifying. Der Brasilianer fuhr wieder über einen Randstein und zerlegte seine Radaufhängung – zweimal den gleichen Fehler machen wird bei Ferrari sicher nicht gern gesehen.

Ohne die dazugehörige Vorgeschichte könnte der Unfall zwischen Massa und Hamilton schnell vergessen werden, aber in dieser Saison sind die beiden bereits zum vierten Mal aneinander geraten. Schon in Monte Carlo, Singapur und Suzuka gab es Berührungen, dort war allerdings Hamilton stets der Schuldige – was ihn vor dem Rennen in Südkorea zu einer Entschuldigung via Pressekonferenz brachte. Diese scheint bei Massa aber nicht wirklich angekommen zu sein. Hamilton fuhr das Rennen mit neuem Frontflügel übrigens zu Ende, es reichte aber nur zu Platz sieben.

Keine Hunde auf der Strecke

Vor vollen Tribünen erlebte die Formel 1 in Indien allen Bedenken zum Trotz eine überzeugende Premiere. Vergessen war auch der kleine Ärger um streunende Hunde auf der Strecke bei der ersten Trainingseinheit zwei Tage zuvor.

Von seiner 13. Pole Position der Saison hatte Vettel einen guten Start erwischt. Nur der Brite Nigel Mansell war 1992 einmal öfter von ganz vorn losgefahren, der Deutsche kann den Rekord in den verbleibenden beiden Rennen aber noch übertreffen. Hinter Vettel konnte Webber seinen zweiten Platz nur wenige Kurven halten, ehe Button elegant vorbeizog. Auch Michael Schumacher arbeitete sich in Runde eins nach vorn, von Platz elf auf Rang acht.

Im Hinterfeld krachte es gleich mehrmals. Glock musste seinen Marussia Virgin mit technischen Problemen in der Box abstellen. "Der Frontflügel war kaputt, die ganze linke Seite auch. Da hat es dann nicht mehr viel Sinn gemacht", sagte der Hesse.

Vettel freut sich über die Reifen

An der Spitze sammelte Vettel wieder reichlich Führungskilometer. Bis auf seinen Heim-Grand-Prix am Nürburgring hat der Champion in diesem Jahr bislang alle Rennen zumindest phasenweise angeführt. Mit rund vier Sekunden Vorsprung vor Button kontrollierte Vettel das Rennen. Weil seine Reifen auf der staubigen Piste perfekt hielten, kam der Red-Bull-Star als letzter der Spitzenfahrer zum ersten Boxenstopp. Die Reihenfolge auf der Strecke blieb unverändert.

Vettel konservierte eiskalt seinen Vorsprung. Kollege Webber indes büßte beim zweiten Boxenstopp auch Platz drei gegen Alonso ein. Um Platz fünf entwickelte sich ein packendes Duell zwischen den Mercedes-Rivalen Schumacher und Rosberg. Nach dem letzten Stopp kam der Kerpener knapp vor Rosberg zurück auf die Strecke. "Ihr dürft ein Rennen fahren, aber bleibt sauber", lautete die Ansage von der Mercedes-Box. Doch Rosberg kam nicht mehr heran. Auch vorn gab es keine Zweifel mehr. Vettel holte sich sogar noch die schnellste Rennrunde. "Fantastische Fahrt", lobte ihn Teamchef Christian Horner. "Danke für die harte Arbeit", erwiderte Vettel.

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