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Formel 1: Webber schwimmt zur Bestzeit

Sebastian Vettel kam mit den widrigen Wetterbedingungen beim Training zum Großen Preis von Belgien nicht zurecht. In Spa musste der Weltmeister zudem mit ansehen, wie Teamkollege Mark Webber die schnellste Zeit des Tages fuhr.

Immer wieder machte der gefürchtete Ardennenregen ein Training unter normalen Bedingungen unmöglich. Dennoch gelang es Mark Webber, im Freitagstraining zum Großen Preis von Belgien, mit 1:50.321 die schnellste Runde des Tages auf der Strecke zu fahren, auf der er 2010 die Pole Position geholt hatte.

Zweitschnellster war Fernando Alonso im Ferrari, der nach 1:50.461 gestoppt wurde. Auch die beiden McLaren-Piloten Jenson Button und Lewis Hamilton (1:50.770 bzw. 1:50.838) waren jeweils fast eine Sekunde schneller als Weltmeister Sebastian Vettel, der als zehntschnellster Pilot des Tages nicht schneller als 1:51.790 fuhr, noch langsamer als die beiden Force India-Piloten Nico Hülkenberg und Paul di Resta.

Immerhin ließ Vettel, der allerdings schon oft gezeigt hat, dass seine Freitagszeiten kein Indikator fürs Qualifying sein müssen, den 20-Jahres-Jubilar Michael Schumacher hinter sich. "Wenig Erkenntnisse bei dem Wetter", spielte Vettel denn auch die Relevanz der Zeitunterschiede herunter.

Schumi morgens der Sonnenkönig

Vormittags hatte Michael Schumacher die erste Session für sich entschieden - dem Wetter sei Dank. Mit goldenem Helm wegen des 20. Jahrestags seines Formel-1-Debüts profitierte der Altmeister in 1:54.355 Minuten ebenso wie sein zweitplatzierter Mercedes-Teamkollege Nico Rosberg von frühen schnellen Runden. Nach dem wenig später einsetzenden Regen waren Zeiten unter zwei Minuten nicht mehr möglich. Mit über acht Sekunden mehr auf dem Konto wurde Button Dritter, Vettel schaffte es auf den vierten Rang - mit über neun Sekunden Rückstand.

Auch im zweiten Training änderten sich die Bedingungen. Nachdem Webber die Bestzeit auf dem mit 7,004 Kilometern längsten Kurs im Rennkalender aufgestellt hatte, fing es erneut an zu regnen. "Es ist schwer, ein paar Runden am Stück zu kriegen. Auf einer Strecke, die sich ständig ändert, ist es schwer, in den Rhythmus zu kommen und daraus etwas zu lesen. Typisch Spa", meinte Vettel.

Die Fahrer verharrten zunächst wieder in der Box. Für Topzeiten war die Strecke einfach zu nass. So blieb Alonso mit 0.140 Sekunden Rückstand Zweiter. Button und Hamilton waren rund eine halbe Sekunde langsamer als Webber, der in der WM-Wertung Zweiter hinter Vettel ist.

Adrian Sutil, der ungewohnterweise morgens fuhr und nachmittags zugunsten von Testfahrer Hülkenberg pausierte, zeigte sich gegenüber der BBC mit diesem Arrangement nicht zufrieden: "Es ist ein wenig enttäuschend, was das Team macht, weil es nicht gut für unser Ergebnis ist, aber ich musste nachmittags aussetzen und werde morgen mein Bestes geben. Es war die einzige trockene Session, die wir hatten, und ich habe sie verpasst."

sportal.de / sportal

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