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Formel1: Rätselraten um BMW-Ausstieg

Der deutsch-englische Rennstall BMW-Williams hat auch in diesem Jahr keine Chance mehr auf den Weltmeistertitel. In München werden deshalb Überlegungen laut, aus der Königsklasse des Motorsports auszusteigen.

BMW plant seine weitere Zukunft in der Formel1. "Wir machen uns Gedanken über die künftige Ausrichtung unseres Formel-1-Projekts", sagte Motorsport-Direktor Mario Theissen am Freitag der Nachrichtenagentur DPA. "Wir führen zu diesem Zweck Gespräche mit dem Team Sauber, wobei die Lieferung von Motoren ab 2006 im Vordergrund steht. Ein Ausstieg aus der Formel1 steht nicht auf der Agenda."

Unterdessen berichtet der "Spiegel", dass in der Konzernzentrale in München sehr wohl über ein Ende des Formel-1-Engagements nachgedacht werde. "Die Wahrscheinlichkeit für einen Ausstieg ist sehr hoch", wird ein Spitzenmanager von "Spiegel-Online" zitiert. Grund sei die anhaltende Erfolglosigkeit der Münchner.

Auch in dieser Saison hat der Rennstall BMW-Williams keine Chancen mehr auf den WM-Titel. Der Australier Mark Webber und der Deutsche Nick Heidfeld liegen auf Rang sechs und zehn der Fahrerwertung. In der Konstrukteurswertung liegt das bayerisch-britische Team hinter Renault, Toyota und McLaren-Mercedes nur auf Rang vier.

Der BMW-Vorstand stehe deshalb auch unter dem Druck seiner Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat. "Wenn wir immer nur hinterherfahren, ist das Geld falsch investiert", sagte Betriebsratschef Manfred Schoch.

DPA / DPA

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