Jubelarien Italien feiert "Mythos Schumi"


"Du bist der Größte aller Zeiten, ein lebender Mythos, eine Legende", sprach der "Corriere della Sera" den Ferrari-Fans aus dem Herzen. In Rom, Mailand, Neapel und Maranello zogen nach dem WM-Sieg jubelnde Schumacher-Fans mit Fanfaren und Hupen durch die Straßen.

Jubelarien und Glockenläuten - Italien hat den "Mythos Schumi" überschwänglich gefeiert. Allein vor dem Ferrari-Werk in Maranello feierten am Sonntag rund 10 000 Tifosi "Grande Schumi". Staatspräsident Carlo Azeglio Ciampi beglückwünschte Ferrari-Chef Luca di Montezemolo persönlich am Telefon "zum Triumph und zur glänzenden Arbeit aller Ferrari-Mitarbeiter", die das Made in Italy weltweit bestens verkörperten. Fiat-Präsident Umberto Agnelli lobte das "großartige Team" und den sechsmaligen Weltmeister als "legendären Piloten". Auch Fußball-Nationaltrainer Giovanni Trapattoni war vor Freude schier aus dem Häuschen: "Ich gratuliere meinem Freund Michael, Ferrari und auch allen, die innerhalb von sieben Sekunden die Reifen wechseln."

"Ein lebender Mythos, eine Legende"

"Du bist der Größte aller Zeiten, ein lebender Mythos, eine Legende", sprach der "Corriere della Sera" den Ferrari-Fans aus dem Herzen. In Rom, Mailand und Neapel zogen jubelnde Fans mit Fanfaren und Hupen durch die Straßen und verkündeten die guten Nachrichten vom neuerlichen Ferrari-Triumph aus Suzuka. In Maranello skandierten die Ferraristi derweil immer wieder ihre "Campioni"-Gesänge, während Pfarrer Don Alberto zum größten Triumph der Saison die Festglocken läutete.

Dass die Ferrari-Feiern wegen zahlreicher Straßensperren für den Start des "Italien-Marathons" eingeschränkt wurden, tat der Freude keinen Abbruch. Auch die Werbe-Unterbrechung des italienischen Fernsehens unmittelbar nach der Zieleinfahrt in Suzuka, sorgte nur kurz für Unmut.

Das Epizentrum des Ferrari-Bebens lag vor dem Windkanal des Ferrari-Werks, wo die Organisatoren äußerst großzügig geschätzt sogar über 20 000 Fans aus ganz Europa vor der 50 Quadratmeter großen Videoleinwand gezählt haben wollen. Einige hundert geladene Gäste verfolgten das Rennen im Auditorium Enzo Ferrari im Zentrum von Maranello. Die 20 000 Erinnerungskarten, die die Stadt zum Saisonfinale 2003 gedruckt und kostenlos als Andenken an die Tifosi verteilt hatte, waren schnell vergriffen. Hunderte Fans waren schon am Vorabend nach Maranello gereist, um sich die besten Plätze vor der Riesenleinwand zu sichern.

Ferraristi feierten auch Barrichello

Neben Schumacher feierten die Ferraristi diesmal auch Rubens Barrichello für seinen Sieg und die wichtige Schützenhilfe für den Deutschen. Erstmals sangen die Tifosi nicht nur "Grazie Schumi" sondern bezogen auch den früher schon als "lahmen Taxifahrer" verspotteten Brasilianer in ihre Dankesgesänge mit ein.

Bernhard Krieger DPA

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