Playoffs für WM-Ticket
Italien hält WM-Chance am Leben – Dänemark souverän

Mit einem Tor und einer Vorlage ist Sandro Tonali (l) der Mann des Abends für Italien gegen Nordirland. Foto: Antonio Calanni/AP
Mit einem Tor und einer Vorlage ist Sandro Tonali (l) der Mann des Abends für Italien gegen Nordirland. Foto
© Antonio Calanni/AP/dpa
Die italienische Fußball-Nationalmannschaft hält dem Druck in der ersten Playoff-Runde der WM-Quali stand. Dänemark spielt sich in einen Rausch. Die Türkei kann sich auf Arda Güler verlassen.

Nach zuletzt zwei verpassten Weltmeisterschaften in Folge hat Italien die Chance auf eine Teilnahme am Turnier in den USA, Kanada und Mexiko gewahrt. Den Grundstein dafür legte die Mannschaft von Trainer Gennaro Gattuso im Playoff-Halbfinale mit einem hart erkämpften 2:0-Heimerfolg in Bergamo gegen Nordirland. Weiter träumen darf auch die Türkei, die sich knapp, aber verdient mit 1:0 gegen Rumänien durchsetzte. Dänemark fehlte im Heimspiel gegen Nordmazedonien zunächst die Durchschlagskraft, drehte dann aber nach der Pause auf und bejubelte ein 4:0. Auch Kosovo, Polen und Schweden dürfen weiter auf eine WM-Teilnahme hoffen.

Sandro Tonali avanciert zum Matchwinner

Die Anspannung war den Italienern anzumerken, doch diesmal hielt der vierfache Weltmeister dem Druck stand. Verbuchte der Gastgeber gegen diszipliniert verteidigende Nordiren in Hälfte eins nur zwei Torchancen, so erhöhte er nach dem Seitenwechsel den Druck – und belohnte sich. Sandro Tonali wuchtete den Ball nach einem verunglückten Klärungsversuch ins rechte Toreck (56. Minute). Für die Entscheidung sorgte Moise Kean per Linksschuss nach Vorlage von Sandro Tonali (80.).

Das WM-Ticket endgültig lösen können die Italiener am kommenden Dienstag im Finale gegen Bosnien-Herzegowina. Die Bosnier setzten sich im Elfmeterschießen trotz eines Fehlschusses von Stuttgart-Stürmer Ermedin Demirovic gegen Wales mit 4:2 durch. Die Waliser Führung (51.) hatte Schalkes Edin Dzeko zuvor erst spät ausgeglichen (86.).

Auch die Türkei hatte im frühen Abendspiel mit den Rumänen viel Mühe und fand gegen das Abwehrbollwerk der Gäste in Hälfte eins kein Durchkommen. Die Türken konnten sich jedoch auf ihren Superstar von Real Madrid verlassen: Ein Traumpass von Arda Güler aus dem rechten Halbfeld fand Außenverteidiger Ferdi Kadioglu, der den Ball sauber verarbeitete und im Tor unterbrachte (53.). Damit trifft die Türkei im Finale auf den Kosovo, der nach zweimaligem Rückstand in der Slowakei mit 4:3 siegte.

Dänemark dreht auf, Lewandowski erfolgreich für Polen

Für ein offensives Feuerwerk sorgte Dänemark nach der Halbzeit im Heimspiel gegen Nordmazedonien und siegte hochverdient mit 4:0. Mikkel Damsgaard traf zunächst nach einem Ballgewinn im Mittelfeld (49.). Gustav Isaksen sorgte mit einem Doppelschlag für die frühe Entscheidung (58./59.). Als letzter Däne trug sich Christian Nørgaard per Kopfball nach einer Ecke in die Torschützenliste ein (75.). 

Im Playoff-Finale bekommt es Dänemark mit Tschechien zu tun. Die Tschechen krönten ihr Comeback mit einem 4:3-Erfolg im Elfmeterschießen gegen Irland. Die Mannschaft um Leverkusens Patrik Schick lag nach 23 Minuten bereits mit 0:2 zurück und rettete sich erst durch einen späten Ausgleich in die Verlängerung.

Die in der Gruppenphase desolaten Schweden besiegten zudem die Ukraine in Valencia mit 3:1. Polen sicherte sich den Einzug ins Finale durch Treffer von Robert Lewandowski und Piotr Zielinski beim 2:1-Sieg gegen Albanien.

dpa

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