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1. Bundesliga: Bayern nach 4 -1 über Werder wieder Tabellenführer

Franck Ribéry und der eingewechselte Arjen Robben haben mit jeweils zwei Treffern dem FC Bayern einen über weite Strecken glanzlosen, aber insgesamt verdienten Sieg beschert, der den Rekordmeister wieder in die Spur brachte.

Bayern hatte das Spiel gegen Bremen über weite Strecken glanzlos kontrolliert, die einzige richtige Torchance der ersten Hälfte zur Führung genutzt und nur in der ersten Viertelstunde nach dem Seitenwechsel ein paar Probleme. Doch nach dem zwischenzeitlichen Werder-Ausgleich sicherten sie doch noch einen am Ende deutlichen Heimsieg, der sie zurück an die Tabellenspitze brachte.

Frank Ribéry (22./77.) und der eingewechselte Arjen Robben (69./83.) mit zwei verwandelten Foulelfmetern brachten mit ihren Treffern den FC Bayern nach zuletzt zwei Niederlagen in Folge wieder in die Erfolgsspur. Joker Markus Rosenberg (52.) hatte das zwischenzeitliche 1:1 für Werder besorgt, das nach der Roten Karte für Aaron Hunt (80.), der auf Höhe der Mittellinie mit gestrecktem Bein in Toni Kroos gesprungen war, die Partie in Unterzahl beenden mussten.

Effektive Bayern: Eine Chance, ein Tor

Vor 69.000 Zuschauern in der ausverkauften Münchner Arena begann das Duell zwischen dem Dritten und dem Vierten schleppend. Torchancen gab es mit Ausnahme eines Verlegenheits-Distanzschusses von Daniel van Buyten auf beiden Seiten lange nicht. Aber auch der Versuch des Belgiers verdiente eigentlich das Attribut Chance nicht, denn er strich deutlich am Tor von Tim Wiese-Vertreter Sebastian Mielitz vorbei.

Werders Trainer Thomas Schaaf hatte zwar eine offensive Aufstellung gewählt, aber für Gefahr konnte sein bis dahin in München seit 2005 ungeschlagenes Team nicht sorgen. Zum Ärger des Bremer Coaches fiel der Treffer zum 0:1 nur 14 Sekunden nach einem Freistoß seines eigenen Teams. Nach dem abgewehrten Ball setzte sich David Alaba gegen Philipp Bargfrede durch und bediente Ribéry. Der Franzose nutzte den Raum, den ihm Thomas Müller und Mario Gomez durch ihre Sprints aufrissen, und schloss eiskalt ab.

Das Tor zeigte Wirkung bei Werder. Aber nachgelegt wurde von den Münchnern, die Trainer Jupp Heynckes in der selben Formation wie beim 2:3 in Mainz ins Rennen geschickt hatte, nicht. Einen Aufreger aber gab es in der ansonsten ziemlich langweiligen ersten Hälfte kurz vor der Pause (41.): Holger Badstuber blieb nach einem Ellbogen-Check von Claudio Pizarro liegen. Schiedsrichter Florian Meyer ließ den Stürmer aber straflos davonkommen.

Robben verwandelt zwei Elfmeter

Eine Fehlentscheidung mit zunächst weitreichenden Folgen: Denn ausgerechnet Pizarro setzte sich nach dem Seitenwechsel gegen van Buyten durch, bediente den eingewechselten Rosenberg, der gegen eine orientierungslose Münchner Hintermannschaft und den in dieser Szene nicht unbedingt glücklich agierenden Manuel Neuer zum überraschenden 1:1-Ausgleich.

Mit Robben versuchte Heynckes für die letzte halbe Stunde noch einmal das Spiel anzukurbeln. Dass der eingewechselte Niederländer dann zum Torschützen wurde, hatte er einer schönen Kombination von Kroos und Gomez auf Müller zu verdanken, der dann durch ein Foul von Andreas Wolf gestoppt wurde. Robben schnappte sich den Ball und verwandelte mit seinem dritten Saisontor zur erneuten Führung.

Einem Tor von Gomez (75.) verweigerte Meyer danach die Anerkennung, hochgeschraubt wurde das Ergebnis dennoch. Mielitz (77.) rettete dann noch gegen Müller - beim 3:1 durch Ribérys achtes Saisontor war er dann aber machtlos. Auch bei Robbens zweitem Elfmeter, nach Foul an Ribéry, hatte der Werder-Keeper keine Chance.

sportal.de / sportal

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