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1. Bundesliga Dortmund zwsichen Mainz und Marseille


Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke stellte fest: "Wir haben eine Ergebnisproblematik gehabt, aber bestimmt keine Krise." Nach dem Last-Minute-Sieg in Mainz ist die Stimmung beim Meister wieder glänzend und die Gedanken sind schon beim nächsten Gegner: Qlympique Marseille.

Als Borussia Dortmund mit dem 2:1 beim FSV Mainz 05 die fünfwöchige Ergebnis-Krise in der Bundesliga beendet hatte, herrschte beim deutschen Meister pure Vorfreude auf das zweite Gruppenspiel in der europäischen Königsklasse. "Wir fahren dahin, spielen BVB-Fußball und dann schauen wir mal, was es dafür gibt", sagte Meistertrainer Jürgen Klopp vor der Partie am Mittwoch bei Olympique Marseille.

Big Point für den BVB

Der erste Bundesliga-Erfolg seit dem 2:0 gegen den 1. FC Nürnberg am 20. August versetzte Trainer und Spieler in Hochstimmung. Völlig losgelöst tollten die BVB-Profis nach dem Last-Minute-Glücksschuss von Lukas Piszczek auf dem Rasen herum, und auch Klopp stand die Freude ins Gesicht geschrieben. "Das war ein Big Point. Wir wussten gar nicht mehr, wie es sich anfühlt, gleich drei Punkte auf einmal zu bekommen. Dieser Sieg erleichtert vor allem das Leben. Ich fahre deutlich entspannter nach Hause als vergangene Woche", sagte Klopp.

Lange schien der dominierende BVB, der durch Nicolai Müller (wie aus dem Nichts in Rückstand geraten war, in Schönheit zu sterben. Doch am Ende wurden die Schwarz-Gelben für ihren hohen Aufwand belohnt. Nachdem Ivan Perisic ausgeglichen hatte, fasste sich Piszczek in der Schlussminute ein Herz und traf aus rund 25 Metern. "Ich bin überglücklich, dass mir mein erstes Bundesligator gelungen ist und wir gewonnen haben", jubelte der Pole.

Zwischen Mainz und Marseille

Vier Tage vor dem Auftritt in Marseille kam der Sieg zur rechten Zeit. "Es lässt sich jetzt natürlich besser arbeiten als zuletzt. Das ist ein besonders guter Tag", frohlockte Klopp. Rückschlüsse auf die Partie in Südfrankreich wollte er daraus jedoch nicht ziehen. "Wir trennen die Champions League komplett von der Bundesliga ab. Deshalb sollten wir jetzt nicht so tun, als würde uns dieser Sieg einen riesen Vorteil einbringen", mahnte Klopp.

Olympique Marseille spielte bei FC Valenciennes nur 1:1-Unentschieden. Das Team von Trainer Didier Deschamps ist alles andere als gut in die Saison gestartet. Nach acht Spieltagen stehen drei Niederlagen und vier Unentschieden zu Buche, nur ein Sieg gelang dem Vizemeister des letzten Jahres. OM belegt in der Ligue 1 mit sieben Zählern nur Platz 13. "Marseille geht`s schlecht", titelte die Sportzeitung L'Équipe.

Nur in der Champions League in Form

Vor 21.600 Zuschauern hatte Innenverteidiger Souleymane Diawara die Gäste in der 16. Minute in Führung gebracht. Doch in der dritten Minute der Nachspielzeit erzielte José Saez den Ausgleich. "Kein gutes Ergebnis", räumte Marseille-Coach Didier Deschamps ein. Dabei musste er sich bei Nationaltorwart Steve Mandanda bedanken, dass es keine Schlappe gab. Die Hausherren hatten nämlich die deutlich besseren Torchancen, vor allem nach dem Platzverweis von Marseilles Außenverteidiger Rod Fanni kurz vor der Pause.

Saisonübergreifend ist der Meister von 2010 nun im Championat seit sieben Auswärtsspielen ohne Sieg. Eine derart schlechte Serie hatte es zuletzt vor knapp fünf Jahren gegeben, zwischen September und Dezember 2006. Der Rückstand der Hellblauen zu den drei führenden Teams der Ligue 1 (Paris Saint-Germain, Olympique Lyon und FC Toulouse) wuchs inzwischen auf zehn Punkte an. Nach Einschätzung der L'Équipe hat Marseille kaum noch Chancen, in dieser Saison seinen zehnten Liga-Titel zu gewinnen. In der Champions League gelang Marseille dagegen ein Auftakt nach Maß. Bei Olympiakos Piräus siegte man mit 1:0 durch ein Tor von Lucho Gonzales. 

Der Trend ist abgewendet

Beim BVB scheint die Trendwende in der Liga zumindest erst einmal geschafft. "Wir haben diesen Trend, dass wir viel tun und wenig kriegen, erst einmal abgewendet." Zumindest vorerst kehrt also wieder Ruhe ein beim BVB, der nach den Niederlagen gegen Hertha und in Hannover enorm unter Druck stand. "Es war wichtig, dass wir nach den Negativerlebnissen unseren Weg konsequent durchgezogen haben", erklärte Klopp.

Dennoch waren die Dortmunder bemüht, den Sieg richtig einzuordnen und nicht überzubewerten. "Für die Moral war das enorm wichtig, auch wenn es auf die Saison bezogen wenig bringt. Genauso wie zwei Niederlagen nicht die ganze Saison verkorkst haben", sagte Innenverteidiger Mats Hummels. Und Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke meinte: "Wir haben eine Ergebnisproblematik gehabt, aber bestimmt keine Krise."

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