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1. Bundesliga FC Bayern stolpert in Mainz


Der Niederlage gegen Dortmund folgte die nächste Pleite in Mainz - der FC Bayern nimmt sich in der Bundesliga eine Auszeit und muss Borussia Dortmund die Tabellenführung überlassen. Arjen Robben saß in Mainz 90 Minuten auf der Bank.

Nach der 2:3-Niederlage beim FSV Mainz 05 steht der FC Bayern erstmals seit 92 Tagen nicht an der Spitze der Liga und ist nach der vierten Saison-Niederlage nur noch Dritter hinter ihren beiden Heim-Bezwingern Borussia Dortmund und Borussia Mönchengladbach.

Der Österreicher Andreas Ivanschitz (10.) sorgte mit einem tollen Tor vor 34.000 Zuschauern in der ausverkauften Coface-Arena für die Führung. Mit seinem 25. Bundesliga-Tor schaffte der Belgier Daniel van Buyten (56.) dann den zwischenzeitlichen Ausgleich. Marco Caligiuri (65.), der den Kopfball des Belgiers abgefälscht hatte, schoss die Mainzer mit seinem Treffer zum 2:1 zurück ins Glück. Manuel Neuer sah bei diesem Gegentreffer nicht gut aus. Beim 1:3 durch Niko Bungert (74.) war der Nationaltorhüter dann aber chancenlos, ehe van Buyten (79.) spät noch einmal der Anschlusstreffer gelang.

Tuchel überlistet Heynckes 

Mit ihrer besten Saisonleistung machten die Rheinhessen Boden gut im Abstiegskampf. Bei den kompakt stehenden, früh angreifenden und äußerst diszipliniert spielenden Hausherren tat sich das Team von Trainer Jupp Heynckes sehr schwer.

Tuchel, mit 38 Jahren der jüngste Trainer der Liga, schaffte dank seiner ausgeklügelten Offensivverteidigung seinen dritten Sieg gegen die Münchner. Heynckes, mit 66 Jahren der älteste Übungsleiter in der Liga, war nicht nur wegen seiner Erkältung verschnupft. Immer wieder schüttelte er auf der Bank den Kopf.

Heynckes gönnte Arjen Robben nach dem Comeback bei der Heim-Niederlage gegen Dortmund am Samstag vor einer Woche und vier Tage später beim Champions-League-Sieg gegen Villarreal eine Pause. Dafür wirbelte Thomas Müller wieder auf der rechten Seite. Der Nationalspieler wurde aber von den Mainzern genauso in Schach gehalten wie der Franzose Franck Ribéry auf der anderen Außenbahn. Robben kam auch im späteren Verlauf des Spiels nicht mehr zum Einsatz.

Schon nach zehn Minuten tauchte der Österreicher Ivanschitz, mustergültig freigespielt von Nicolai Müller, frei vor Neuer auf und erzielte in souveräner Manier die Führung. Bei den Bayern fehlte der verletzte Bastian Schweinsteiger im Mittelfeld einmal mehr an allen Ecken und Enden.

Bayern machtlos gegen Mainzer Forechecking

Der Favorit hatte überraschend große Probleme mit dem Forechecking der Hausherren. Vor der Pause kamen die Gäste erst nach Standardsituationen zu Torchancen. Gomez bediente in der 26. Minute nach einem Kroos-Freistoß den Franzosen Ribery und der scheiterte - freistehend - an Wetklo. Auch bei der zweiten guten Möglichkeit zehn Minuten später war der Mainzer Keeper zur Stelle, er lenkte einen raffiniert angeschnittenen Badstuber-Freistoß an die Latte.

Nach sieben Minutenn der zweiten Halbzeit kam mit Olic für Gustavo ein weiterer Stürmer, doch der Ausgleich fiel nach einer Standardsituation. Erneut zirkelte Kroos einen Freistoß in den Strafraum, Van Buyten stand goldrichtig und köpfte das Leder ins Netz.

Beim 2:1 tanzte Caligiuri dann die Bayern-Abwehr aus und traf aus bald 30 Metern. Neuer tauchte erst spät ins Eck. Sein drittes Gegentor kassierte Neuer dann, als Bungert per Kopf am Fünfmeterraum traf. Danach war es erneut eine Standardsituation, bei der van Buyten nach einem Kroos-Freistoß traf.

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