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1. Bundesliga Hannover 96 und Hertha BSC spielen remis


Hannover 96 hat den Sprung an die Tabellenspitze durch ein 1:1 gegen Aufsteiger Hertha BSC Berlin verpasst. Grund dafür war allerdings nicht eine schwache Leistung, sondern ein Treffer von Christian Pander in der letzten Spielminute, dem Schiedsrichter Robert Hartmann die Anerkennung verweigerte.

Christian Pander riss die Arme hoch und Hannover 96 hatte nach dem späten 2:1-Treffer die Tabellenführung erobert. Doch Schiedsrichter Robert Hartmann gab den Treffer nicht, nachdem sein Assistent die Fahne gehoben hatte - zur Verwunderung aller Teilnehmer. So blieb es beim 1:1 zwischen 96 und Aufsteiger Hertha BSC Berlin.

Mit dem Pfiff nach dem Pander-Freistoß verhinderte der Diplom-Betriebswirt das Ende der niedersächsischen Durststrecke und dem erstmaligen Sprung an die Tabellenspitze seit 42 Jahren. Mit einem Freistoß-Hammer aus rund 30 Metern hatte Sergio Pinto (33. Minute) 96 zuvor lange Zeit auf den perfekten Saisonstart hoffen lassen. Pierre-Michel Lasogga (85.) bestrafte das Heimteam kurz vor Schluss jedoch für eine zu nachlässige Chancenverwertung.

Slomka setzt auf Europa-Helden

Vor 41.200 Zuschauern war Hannover das spielerisch bessere Team, verpasste gegen defensiv gut organisierte Berliner allerdings die frühe Entscheidung. Damit liegen die Niedersachsen punktgleich mit Borussia Mönchengladbach wegen des schlechteren Torverhältnisses auf Rang zwei der Tabelle. In einer lange Zeit zähen Partie konnte Hertha seinen Ruf als Angstgegner von Hannover untermauern, das seit dem Wiederaufstieg 2002 erst dreimal gegen die Hauptstädter gewinnen konnte.

Vier Tage vor dem Rückspiel in der Europa-League-Qualifikation beim FC Sevilla bot 96-Trainer Mirko Slomka die siegreiche Startelf aus dem ersten Duell (2:1) mit den Spaniern auf. Trotz der kurzen Ruhepause setzte Hannover die Berliner von Beginn unter Druck und kam nach zehn Minuten durch Innenverteidiger Karim Haggui zur einzigen Chance der ersten halben Stunde. Hertha-Keeper Thomas Kraft lenkte den Kopfball jedoch mit einem starken Reflex zur Ecke.

Bei der verdienten Führung des Heimteams sah der frühere Bayern-Schlussmann hingegen schlecht aus. Nachdem Raffael seinen Platz in der schlecht positionierten Mauer verlassen hatte, traf Pinto per Freistoß-Kracher flach in die kurze Ecke. "Wenn ich da eine Mauer stelle, muss sie auch stehen bleiben", kritisierte Hertha-Geschäftsführer Michael Preetz.

Pander-Freistoß wird nicht gegeben

Selbst nach dem Rückstand versteckten sich die aggressiv verteidigenden Hauptstädter nicht, kamen jedoch zu selten zum Abschluss. Erst kurz vor der Pause sorgte Raffael für Gefahr vor dem Tor von Ron-Robert Zieler, verzog aus 16 Metern jedoch knapp über die Latte. Allerdings sorgte auch Hannover in der zweiten Halbzeit für wenig spielerische Höhepunkte und konnte nur selten an die Europapokal-Gala gegen Sevilla anknüpfen.

Stattdessen parierte Zieler überragend einen Kopfball von Patrick Ebert aus kurzer Distanz und bewahrte Hannover zunächst vor dem Ausgleich, den jedoch Lasogga kurz nach seiner Einwechslung besorgte und von einer Flanke Christian Lells profitierte, der den Ball über die rechte Seite kommend scharf vor das Tor des Europa League-Teilnehmers gebracht hatte.

In der 89. Minute sorgte das vermeintliche 2:1 durch Christian Pander für Riesen-Jubel auf den Rängen. Der ehemalige Schalker hatte den Ball aus gut 30 Metern mit seinem starken linken Fuß auf den langen Posten gezirkelt und ohne weitere Ballberührung schlug der Ball unter der Latte ein. Doch Robert Hartmann gab den Treffer zur Verwunderung aller Teilnehmer nicht, da sein Assistent ein Foul von Ya Konan gesehen haben wollte.

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