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1. Bundesliga Leverkusen gewinnt verdient gegen Wolfsburg

Bayer spielte Fußball, erarbeitete sich Chancen, doch traf nur einmal. Die Wölfe schlugen nach der Pause zurück und hätten den Spielverlauf um ein Haar auf den Kopf gestellt. Doch dann kam Eren Derdiyok, erzielte das Traumtor des Spieltages und brachte Bayer auf die Siegesstraße.

Bayer Leverkusen ist auch in der Bundesliga wieder in die Erfolgsspur eingebogen. Drei Tage nach dem Champions-League-Erfolg gegen den KRC Genk besiegte die Werkself den VfL Wolfsburg mit 3:1 (1:0). 

Die Tore für Bayer 04 erzielten vor 28.195 Zuschauern Gonzalo Castro (14. Minute), Eren Derdiyok (65.) mit einem tollen Fallrückzieher und Stefan Kießling (85.), während Mario Mandzukic (59.) das zwischenzeitliche 1:1 gelang. Wolfsburg bleibt weiter ohne Erfolg in Leverkusen: Es war schon die 15. sieglose Partie am Rhein.

Bayer ohne Rolfes, Augusto und Schürrle

Der zuletzt enttäuschende deutsche Vizemeister hatte sich mit einem 2:0-Zittersieg gegen den belgischen Meister aus Genk nach zuvor drei Pflichtspiel-Niederlagen Rückenwind geholt. Bei Bayer fehlte Nationalspieler André Schürrle, der noch eine Rot-Sperre absitzen muss. Nicht in der Startelf waren der formschwache Renato Augusto, den Leverkusens Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser zuletzt als "Alibi-Fußballer" kritisiert hatte, und Kapitän Simon Rolfes.

Dafür spielte Michael Ballack, der sein 100. Bundesliga-Spiel für Bayer 04 bestritt, von Beginn an und trumpfte wie in einstigen Glanzzeiten auf. Der 35-jährige frühere Nationalmannschaftskapitän kämpfte, dirigierte, schlug lange Pässe und bewies endlich wieder seine Torgefährlichkeit: In der 38. Minute traf er den Pfosten, sechs Minuten später parierte Wolfsburgs Torwart Diego Benaglio einen Schuss Ballacks, der sich zuvor gegen zwei VfL-Profis durchgesetzt hatte.

Bayern vergab viele Chancen

An Torchancen mangelte es den Gastgebern auch sonst nicht - allein sie nutzten sie nicht. So scheiterte Sidney Sam (7.) frei stehend an Benaglio, Kießling (13.) köpfte unbedrängt den Schlussmann des Ex-Meisters an. Allein Castro gelang es, den Ball ins gegnerische Tor zu bekommen: Nach einem herrlichen Pass von Kießling erzielte er nach knapp einer Viertelstunde aus halbrechter Position das 1:0.

"Das wird wieder!", hatte Bayer-Sportdirektor Rudi Völler im BayArena-Magazin versprochen. Seine Profis haben zumindest gegen Wolfsburg "geliefert". Der Erfolg gegen die Niedersachsen ist laut Völler "ein richtiges Zeichen und eine Menge wert".

Traumtor bringt Bayer in Position

Wenig Verwertbares gelang den Gästen, die ohne den gesperrten Innenverteidiger Sotirios Kyriakos antraten. Harmlos und ohne Biss spielten sie in den ersten 45 Minuten nicht eine Torchance heraus. Erst nach der Pausenpredigt von Trainer Felix Magath trat der VfL mit mehr Engagement auf, während die Leverkusener vorübergehend in eine leichte Lethargie verfielen.

Das 1:1 durch einen Kopfball von Mandzukic wirkte wie ein Weckruf. Nun berappelten sich die Werkskicker wieder. Doch Bayer Leverkusen, die zuvor zu viele Chancen liegen lassen hatte, kamen durch das Kabinettstück von Eren Derdiyok zum 2:1. Der Schweizer hatte sich ein Zuspiel selber aufgelegt und mit einem Fallrückzieher abgeschlossen. Für den Endstand sorgte Stefan Kießling fünf Minuten vor dem Abpfiff.

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