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1. Bundesliga Wolfsburg fertigt Hannover ab


Hannover 96 bleibt ein gern gesehener Gast beim VfL Wolfsburg. Zum zehnten Mal reisten die Roten zum Bundesliga-Duell in die VW-Stadt, zum neunten Mal kehrten sie mit einer Niederlage heim.

Der VfL Wolfsburg hat das Niedersachsen-Derby gegen Hannover 96 mit 4:1 gewonnen und damit im zehnten Bundesliga-Heimspiel gegen den Rivalen den neunten Erfolg gefeiert.

Nach den drei verdienten Punkten dank der Treffer von Hasan Salihamidzic (22. Minute/36.), Chris (55.) und Alexander Madlung (74.) liegen die Wolfsburger in der Tabelle der Bundesliga noch drei Zähler hinter den Hannoveranern, die sich durch die hohe Niederlage aus der Spitzengruppe verabschiedeten. Für die auswärtsschwachen 96er hatte vor 30.000 Zuschauern in der ausverkauften VW-Arena Christian Schulz (43.) ins Tor getroffen.

Hannover verlor zudem Didier Ya Konan, der in der 58. Minute die Rote Karte sah. Schiedsrichter Deniz Aytekin erkannte auf Unsportlichkeit, nachdem der Angreifer den am Boden liegenden Makoto Hasebe mit dem Ball beworfen hatte. Außerdem fehlt im nächsten Spiel gegen den Hamburger SV Lars Stindl, der seine fünfte Gelbe Karte sah.

Wolfsburg beginnt stark 

Die wieder einmal kräftig umgebaute Wolfsburger Mannschaft spielte überraschend forsch und flott auf. Der VfL setzte den Gast von Beginn an unter Druck und dominierte die Partie. 

Die Wolfsburger Wackelabwehr, die zuvor im Schnitt mehr als zwei Gegentore pro Spiel hinnehmen musste, stabilisierten gleich drei defensive Mittelfeldspieler. Hasebe, Josué und Torschütze Salihamidzic sorgten für Stabilität, schalteten schnell um und beteiligten sich auch am Angriffsspiel. Kein Wunder, dass Salihamidzic die ersten beiden Treffer erzielte.

Der Bosnier profitierte allerdings zweimal von Unsicherheiten von Ron-Robert Zieler. Wenige Tage nach seinem Debüt als Nationaltorhüter sah Hannovers junger Keeper sowohl beim abgefälschten Torschuss von Salihamidzic als auch vor dessen Kopfballtor nicht gut aus. Keine Chance hatte er beim Kopfballtor von Chris, während Madlungs Treffer per direktem Freistoß wiederum nicht unhaltbar schien.

Hannover ohne Dampf 

Die Abwehr der Wolfsburger hatte gegen den zuletzt deutlich erfolgreicheren Nachbarn wenig Arbeit. Die Hannoveraner machten es den Wolfsburgern allerdings leicht. Ohne den angeschlagenen Mittelfeldmotor Sergio Pinto agierten die Gäste im Mittelfeld viel zu schwach, auch wenn besonders Manuel Schmiedebach sich mühte.

Von ihrem gewohnt aggressiven Spiel bei Heimpartien war indes nichts zu sehen. Der Spielaufbau klappte überhaupt nicht, so dass der Anschlusstreffer durch Schulz passenderweise nach einer Ecke fiel. Aus dem Spiel heraus hatte der Gast kaum etwas zu bieten.

Mühe hatten die Gäste hingegen mit Mario Mandzukic, der trotz einer Zehentzündung spielte. Der VfL-Torjäger zeigte gegen Hannovers Innenverteidiger wieder eine kampfstarke Leistung, schaffte Platz und setzte seine Mitspieler gekonnt in Szene. Er ließ nur die Treffsicherheit vermissen, die laut Magath auch Patrick Helmes besitzt, der aber vom Coach derzeit nicht benötigt wird.

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